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BADEN-BADEN
Umgebung
Das Naturschutzgebiet
"Taubergießen"
Es ist eines der letzten Paradiese in Deutschland.
Zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tiere und
Pflanzen haben hier ihre Heimat.
Entstanden ist das von Vogesen und Schwarzwald
eingeschlossene Gebiet als der Weg des Rheins nicht
mehr zur Rhône, und somit ins Mittelmeer
führte, sondern bei Basel sich seinen Weg nach
Norden bahnte. Da der Taunus im Norden noch ein
unüberwindbares Hindernis bildete, entstand in
der heutigen oberrheinischen Tiefebene ein riesiger
See, der, als der Rhein den Weg durch den Taunus
geebnet hatte, wieder abfloss. Die entstandene
Ebene benutzte der Rhein fortan als Flussbett und
schuf somit eine kilometerbreite
Stromauenlandschaft.
Durch die Gletscherschmelze in den Alpen und die
Wassermassen, die aus den verschiedenen
Zuflüssen in den Rhein strömten, kam es
in der Oberrheinebene immer wieder zu verheerenden
Überschwemmungen, die das Leben in dieser
Region bedrohten. Durch die Rheinbegradigung des
badischen Ingenieurs Tulla wurde diesem Problem
Abhilfe geschaffen, doch neue Katastrophen folgten.
Durch den beschleunigten Abfluss des Rheinwassers
senkte sich der Grundwasserspiegel ab, was zur
Versteppung der Gegend führte. Viele Tier- und
Pflanzenarten starben aus, der Fischreichtum
verschwand für immer. Auch die zweite
Rheinkorrektur im letzten Jahrhundert führte
zu einem weiteren Absinken des Wasserspiegels. Nur
durch die Schlingenlösung konnten solche
Gebiete wie der Taubergießen gerettet
werden.
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Naturschutz:
Das heutige Naturschutzgebiet "Taubergießen"
erstreckt sich auf einer Länge von zwölf
Kilometern und einer Breite von bis zu zwei
Kilometern. 1955 wurde es unter Landschaftsschutz
und 1979 unter Naturschutz gestellt.
Der Taubergießen besteht aus zwei
unterschiedlichen Landschaftstypen: westlich des
Tullaschen Hochwasserdamm der
Überflutungsbereich des Rheins mit seinen
Altwassern und den urwaldähnlichen
Auenwäldern aus Eichen, Ulmen, Silberweiden
und Silberpappeln und östlich davon eine
liebliche Wiesen,- Hecken- und Wasserlandschaft,
deren Flußläufe jedoch keine Verbindung
mehr zum Rhein haben, was diesem gesamten Gebiet
auch den Namen gegeben hat: 'Tauber
Gießen'.
Zur Fauna und Flora im Taubergießen ist zu
sagen, dass sie einfach paradiesisch ist. Hier
haben sich Tiere und Pflanzen zu einer Symbiose
zusammengefunden, die es in vielen Gebieten Europas
nicht mehr gibt. Zu den seltenen Brutvögeln
gehört der Schillernde Eisvogel genauso wie
der Haubentaucher und auch Wildgänse und
Kormorane fühlen sich auf ihren Zügen
hier wohl.
Geführte Bootsfahrten durch
den Taubergießen:

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