|
Haueneberstein
dessen Existenz bereits im 13. Jahrhundert erstmals
schriftlich erwähnt worden ist, hat eine
wechselvolle Geschichte hinter sich.
Ursprünglich im Besitz der Ebersteiner Grafen,
übernahmen die Markgrafen von Baden die
Herrschaft. Im Laufe der Jahrhunderte ist das Dorf
von verschiedenen Städten verwaltet worden,
bis es am 01.01.1974 als Ortsteil von Baden-Baden
eingemeindet wurde.
Der Ortsname geht auf Hafeneberstein zurück
und deutet darauf hin, dass die Dorfbewohner vor
hunderten von Jahren Hafnerware, d.h. mit Blei
glasiertes Steingut, hergestellt haben.
Die Bewohner der 900 ha große Gemarkung,
nordwestlich der Kurstadt in der Vorgebirgszone des
Schwarzwaldes gelegen, lebten noch in den 30er
Jahren des letzten Jahrhunderts vorwiegend von der
Landwirtschaft und von Handwerksbetrieben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, der auch Haueneberstein
nicht verschonte, erfuhr das Dorf einen
wirtschaftlichen Aufschwung durch die Ansiedlung
einer Vielzahl verschiedenartiger Industriebetriebe
aus den Bereichen der Metallbe- und -verarbeitung,
der Arzneimittelherstellung, des Druck- und
Verlagswesens. Handels-, Dienstleistungs- und
Handwerksbetriebe bieten den Einwohnern
zusätzliche Arbeitsplätze und
Versorgung.
Die Gemeinde am Eberbach pflegt die Geselligkeit.
Man trifft sich nicht nur zu den beliebten
Straßenfesten, sondern auch zum Schoppen in
einem der gut bürgerlichen
Gasthäuser.
Heimatmuseum
Das 1994 in einem alten Bauernhaus mit
Ökonomiegebäuden eröffnete Museum
zeigt eine ortsgeschichtliche Sammlung.
76532 Baden-Baden, Alte Dorfstraße 6
Telefon 07221-5238, Fax:07222-761-276
Öffnungszeiten: 1. Sonntag im Monat und nach
Vereinbarung.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
|