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Illustration: Wolfgang Peter



Am 10. November 1938 wurde die Baden-Badener Synagoge von Nazis in Brand gesteckt.

Das Grauen des
10. November 1938

Am Morgen dieses "denkwürdigen" Tages beginnt für die männlichen jüdischen Mitbürger ein "Spießrutenlauf" ohnegleichen. Sie werden aus ihren Häusern geholt und wie Verbrecher von SS-Leuten durch die Straßen von Baden-Baden getrieben. Nach einstündigem Marsch jagt man sie in die Synagoge in der Stefanienstraße. In ihrem eigenen Gotteshaus müssen die Juden nun aus Hitlers "Mein Kampf" lesen. Danach werden sie in ein gegenüberliegendes Hotel gebracht. Der jüdische Besitzer muss nun die rund 90 Männer unangekündigt verpflegen.
Unterdessen wird die Synagoge in Brand gesteckt. In diesem Hotel nimmt man die Juden dann in "Schutzhaft". Kranke und über 60-jährige wurden freigelassen, die übrigen werden in Konzentrationslager deportiert.


Links zum Thema:

Ansichtskarten der Synagoge Baden-Baden
Pogrom in Baden-Baden
Kurt Bürkle, Nazi-Bürgermeister
Jüdischer Friedhof in Baden-Baden
Hans Hauser: Ein "westisch-fälischer Arier"
Zwangsarbeiter in Baden-Baden
Die Gestapo in Baden
Die Geschichte der Juden in Baden
Jüdische Gemeinden in Baden
Gedenkstätten in Baden-Württemberg
Rudolf Höß, Kommandant von Auschwitz
Ausstellung NS-Justiz in Baden-Baden
Unser Hotel ist "judenfrei"
Badische Juristen im Widerstand
Ausschwitz-Ausstellung in Rastatt
Jüdische Musiker in Deutschland nach 1945


Bücher zum Thema:

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Claus von Stauffenberg
Zeuge im Feuer
Peter Steinbach
128 Seiten, 12 Abb., broschiert, DRW-Verlag

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Karl Moersch und Reinhold Weber
Die Zeit nach dem Krieg: Wiederaufbau in Südwestdeutschland.
Zahlreiche Autoren, 420 Seiten, gebundene Ausgabe, Kohlhammer Verlag

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Adel und Nationalsozialismus im deutschen Südwesten
Herausgeber: Haus der Geschichte Baden-Württemberg
240 Seiten, 14 s/w-Abb., broschiert, G. Braun Buchverlag

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Kleine Geschichte der Juden in Baden
Uri R. Kaufmann
224 Seiten, 57 Abbildungen, 5 Karten, Festeinband, G. Braun Buchverlag

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Synagogen in Baden-Württemberg
Band 1: Geschichte und Architektur
Band 2: Orte und Erinnerungen
Joachim Hahn und Jürgen Krüger
Herausgegeben von der Badische Landesbibliothek und dem Synagogue Memorial
2 Bände im Schuber, zusammen 982 Seiten mit 707 teils farbigen Abb., Festeinband mit Schutzumschlag, Theiss Verlag

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Orte des Gedenkens und Erinnerns in Baden-Württemberg
Herausgegeben von Konrad Pflug; Ulrike Raab-Nicolai und Reinhold Weber
Schriften zur politischen Landeskunde, Band 35
380 Seiten, zahlreiche SW-Abb., Festeinband, Verlag W. Kohlhammer

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Das Buch Hitler

Das Buch Hitler
Henrik Eberle und Matthias Uhl (Herausgeber), aus dem Russischen übersetzt von Helmut Ettinger, 672 Seiten, gebundene Ausgabe, 56 Duplex-Abbildungen, Lübbe Verlag

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Baden- Baden unter dem Hakenkreuz.
Die Jahre 1933 bis 1945.
Eine Chronik und Quellensammlung.
von Rolf Rößler, Baden-Baden
Book on Demand - 394 Seiten (2000)

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Der Befreiungsminister
Gottlob Kamm und die Entnazifizierung in Württemberg-Baden
von Bertold Kamm und Wolfgang Mayer
250 Seiten, 8 Abb., kartoniert, Silberburg Verlag

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… und wir hörten auf, Mensch zu sein:
Der Weg nach Auschwitz

Mit über 170, meist unveröffentlichten Bilddokumenten aus der Sammlung Wolfgang Haney

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Baden-Baden   Geschichte
Die ehemalige Synagoge


Ein kleines Schild auf dem Parkplatz des Verlagshauses des Badischen Tagblatt in der Stefanienstraße weist auf die Existenz der ehemaligen Synagoge hin: "Hier stand die Baden-Badener Synagoge. Zerstört durch Brandstiftung am 10. November 1938."

Der im Jahre 1899 beendete Bau war von dem Karlsruher Architekten Prof. Ludwig Lewi geplant worden, der auch die Synagogen in Rastatt, Pforzheim und Straßburg gebaut hatte. Er hatte die Badener-Badener Synagoge nicht wie üblich im islamisch-maurischen Stil entworfen, als Unterscheidung und Abgrenzung zu christlichen Bauwerken, sondern hat versucht, durch einen kreuzförmigen Grundriss und durch ein Portal mit Rundbogen im romanischen Stil sich den christlichen Bauten anzunähern. Dies war in dieser Zeit nötig, nachdem die Wirtschaftskrise seit 1873 eine antisemitische Stimmung in Deutschland einleitete.
Etwas später als anderswo brach die antisemitische Propaganda in Baden-Baden aus. Doch ab 1937 unterschieden sich die schlimmen Auswirkung nicht mehr von denen anderer Orten. Es gab die gleichen "Sonderverordnungen" und Verbote bis hin zur Entrechtung der jüdischen Mitbürger.



Die Synagooge, Plan von Ludwig Levy




Briefmarke der deutschen Bundespost aus dem Jahre 1988: 50. Jahrestag der "Reichskristallnacht" Brennende Synagoge in Baden-Baden




 

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