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Leo von Klenze (1784 -
1864)
wurde in Schladen im Harz geboren und studierte
1800 bis 1803 in Berlin bei David Gilly,
anschließend bildete er sich in Paris und
Italien weiter.
Von 1808 bis 1813 war Klenze Hofarchitekt des
Königs Jérôme Bonaparte von
Westfalen in Kassel. Seit 1816 arbeitete er in
München als Hofarchitekt und seit 1819 als
Hofbauintendant des Kronprinzen und späteren
Königs Ludwig I.
Klenze gilt neben Friedrich Schinkel als einer der
bedeutendster Vertreter des deutschen
Architektur-Klassizismus in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts.
Durch seine städtebaulichen Planungen und
Bauten machte er München zu einer
Residenzstadt von europäischem Rang. Nationale
Bauwerke entwarf er in klassizistischem Stil,
während er z. B. Motive der italienischen
Renaissance für Bauten wie das Palais
Leuchtenberg anwandte. Diesen Stil konnte er
während seiner Aufenthalte in Italien und
Griechenland studieren. Klenze baute in
München u. a. die Glyptothek, die Alte
Pinakothek, die Propyläen. Die
Allerheiligen-Hofkirche zeigt eine Mischung aus
romanischen und byzantinischen Elementen. Bei
seinen Zeitgenossen war Klenze als Künstler
und Mensch umstritten. Nicht nur seine Rolle in den
Münchner Kunstkämpfen, sondern auch seine
idealistische Vision einer modernen Wiedergeburt
der griechischen Architektur wurden
zwiespältig aufgenommen.
Klenzes bekanntestes Werk außerhalb
Münchens ist die Walhalla bei Regensburg in
Form eines dorischen Tempels nach dem Vorbild des
Parthenon-Tempels auf der Akropolis in Athen. 1834
reiste er an den Hof Ottos I. nach Athen. Dort
erarbeitete er eine neue städtebauliche
Konzeption für Athen. 1839 bis 1851 wurde nach
Klenzes Plänen die Eremitage in Sankt
Petersburg erbaut. Neben seiner Tätigkeit als
Architekt schuf Klenze Zeichnungen und auch
Ölgemälde, die vorwiegend italienische
und griechische Motive zeigen.
Sein letztes Werk sollte die Stourdza-Kapelle in Baden-Baden sein. Die 24 Meter
hohe Kapelle auf dem Michaelsberg wurde von 1864
bis 1866 nach seinen Plänen erbaut. Leo von
Klenze erlebte die Ferigstellung der Kapelle nicht
mehr, denn er starb im Jahre 1864.
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