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BADEN-BADEN
Umgebung
Badner Höhe -
Friedrichsturm
Seit 1891 krönt der Friedrichsturm den
höchsten Punkt der Baden-Badener Gemarkung,
die 1002,5 Meter hohe Badener Höhe. In diesen
über 110 Jahren hat er sich zu einem der
beliebtesten Ausflugsziele der Region entwickelt.
Dies erstaunt nicht, denn die Badener Höhe ist
nicht nur ein topographischer Höhepunkt. Von
der hohen Warte kann der Wanderer bei klarem Wetter
eine bezaubernde Aussicht über das schier
unendlich scheinende Wäldermeer des
Nordschwarzwalds und über die Rheinebene
hinweg bis zu den Vogesen genießen. Nach
einer umfassenden Renovierung, die der
Schwarzwaldverein Baden-Baden e.V. mit Hilfe vieler
Spenden durchführte, ist der Turm seit Mai
2003 wieder zugänglich.
Viele Wanderwege führen zum Turm, unter
anderem der Westweg. Ein weiterer Weg soll hier
exemplarisch vorgestellt werden und die Lust
wecken, die Wanderstiefel zu schnüren und
selbst die Badener Höhe zu entdecken:
Hoch
über Oos- und Murgtal
(mittelschwer)
Die Wanderung führt vom Startpunkt am
Wanderparkplatz bzw. der Bushaltestelle an der
Roten Lache (Landesstraße 79 Baden-Baden -
Forbach) in südliche Richtung. Der bequeme Weg
ist durch die blaue Raute, dem Symbol für die
Westweg-Zugangswege, gut erschlossen. Vorsicht
jedoch an der Stelle, wo die Route auf einem
schmalen Pfad vom breiten Waldweg nach rechts in
eine Einsattelung abbiegt (nach rund 3km); diese
Abzweigung ist leicht zu übersehen. Verlief
der Weg bisher auf dem dem Murgtal zugewandten
Berghang, so wechselt er hier auf die Westseite,
und es öffnet sich ein weiter Blick hinab in
die Rheinebene. Diese Aussicht ist dem Orkan Lothar
zu "verdanken", der den Westhang des
Eierkuchenbergs kahlgefegt hat. Nach einigen Metern
bergab ist erneut ein breiter, geschotterter Weg
erreicht, der uns nach etwa 1km an den Badener
Sattel führt. Hier stoßen sechs Wege
sternförmig zusammen. Wir wählen den
schmalen Pfad, der unmittelbar links der
Schutzhütte in dichteren Wald führt.
Buchstäblich über Stock und Stein geht es
flott hinauf, bis nach ca. 1 km in einer Kehre der
Schotterweg erreicht wird, der vom Sand auf die
Badener Höhe führt. Jetzt befinden wir
uns auf dem Westweg und können uns an der
Roten Raute orientieren. Auf der ebenfalls von
Stürmen kahlgefegten Höhe ist der
Friedrichsturm bereits zu sehen. Nur noch zwei
Kehren, und wir haben unser erstes Ziel
erreicht.
Über den sonnigen Rücken der Badener
Höhe geht es nach einer Pause noch immer auf
dem Westweg dem Seekopf zu. Im August können
sich Hungrige an den Heidelbeeren gütlich tun,
die es dann in unerschöpflichen Mengen hier
gibt. Bevor der Weg abfällt, kommen wir an
einem Gedenkstein vorbei. Er erinnert an Philipp
Bussemer (1855-1918), einen der
Gründerväter des Baden-Badener
Schwarzwaldvereins, dem die Ortsgruppe für
seine vielfältigen Verdienste 1926 dieses
Denkmal setzte. Es ist umwuchert von Rhododendron,
Bussemers Lieblingspflanzen.
Wenig unterhalb dieser Stelle berührt der Weg
einen Aussichtsfelsen, von dem aus man einen
atemberaubenden Blick auf den tief unter einem
liegenden, dunkle Herrenwieser See hat. In etwas
größerer Entfernung glänzt der
Wasserspiegel des Schwarzenbachtalsperre-Sees. In
engen Serpentinen geht es steil abwärts. Der
Weg trägt hier fast alpinen Charakter, und
Trittsicherheit ist unerlässlich. Wir
erreichen den Herrenwieser See, einen stillen,
malerischen Karsee, dessen schattige Ufer zum
Verweilen und Träumen einladen. Wer jedoch
baden möchte, sollte damit bis zum
Schwarzenbach-Stausee warten. Diesen erreichen wir
durch das Tal des Seebachs. An einer Brücke
haben wir übrigens den Westweg verlassen, der
den Stausee nicht berührt. Vom Seeufer aus
biegen wir bei der ersten Gelegenheit links ab.
Dieser Weg führt uns zur Wegscheid, wo sechs
Wege zusammentreffen. Wir wählen den auch als
Radweg markierten Harzweg. Er erinnert an die
Waldbauern, die hier in der Vergangenheit aus den
Nadelbäumen Harz gewonnen haben, das zu
Seifen, Lacken und anderem weiterverarbeitet wurde.
Bequem und beinahe eben erreichen wir nach 6km die
Roten Lache.
Länge: 18 km
Gehzeit: ca. 4,5 Stunden
Höhendifferenz: ca. 300m
Anfahrt mit ÖNPV: B
von Dagmar Kicherer,
Schwarzwaldverein Baden-Baden
e.V.
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