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Baden-Baden Sehenswert
Der Alte Bahnhof.
Heute als Entrée zum Festspielhaus genutzt,
wurde zwischen 1892 und 1894 errichtet.
Er ersetzte den ersten Bahnhof Baden-Badens, der im
Schweizerhaus-Stil am Ende der Stichbahnstrecke
Baden-Oos - Baden-Baden, die 1845 eröffnet
worden ist, den Gästen zur Verfügung
gestanden hat.
Es wird vermutet, dass der knapp 100 m lange,
symmetrisch gegliederte Kuppelbau im Stil der
Neorenaissance nach den Plänen des Oberbaurats
Leopold Heinrich und der Eisenbahnarchitekten Lutz
und Ziegler entstanden ist, denn die Bauakten sind
verschwunden.
Rechts und links der prächtig ausgestalteten
zentralen Eingangshalle, die als Schalterhalle
diente, befinden sich geschlossene Galerien, die in
je einem Eckpavillon enden.
An den rechten Eckpavillon ist der sogenannte
Fürstensaal angebaut, der besonders aufwendig
ausgestattet gewesen ist, damit sich hohe
Gäste in passender Umgebung die Wartezeit
vertreiben konnten.
Am 21.05.1977 fuhr der letzte Personenzug auf
dieser Stichbahnstrecke, danach hatte der Bahnhof
als solcher ausgedient und wurde für andere
Zwecke genutzt; z.B. wurden im Fürstensaal
Spielautomaten installiert, das sogenannte "Kleine
Casino" entstand.
Im linken Flügel, der ehemaligen
Gepäckabfertigung, konnte der "Luisensaal"
z.B. von Baden-Badener Vereinen zu Veranstaltungen
benutzt werden.

Als am 18.04.1998 das Festspielhaus
eröffnet worden ist, war auch diese Ära
des Bahnhofs beendet.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
Fotos: Wolfgang Peter
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