|
|
|

|
Straßen und
Plätze in Baden-Baden
|
|

|
|
Das
"Herz" der heutigen Kurstadt, Schnittpunkt
der Achse Bäderviertel-Kurviertel und
des durch das Oostal führenden
Straßenzuges, ist nach dem badischen
Großherzog Leopold, der von
1830-1852 das Land Baden regierte,
benannt. Zu Amt und Würden war
dieser, der aus der zweiten Ehe seines
Vaters Karl Friedrich (1738-1811) stammt,
gekommen, weil der Enkel seines Vaters aus
erster Ehe, Großherzog Karl von
Baden ohne männlichen Nachkommen
geblieben ist (Stichwort: Kaspar
Hauser).
Bis zum 2. Weltkrieg zierte ein Standbild
des Großherzogs Leopold den Platz,
an dem sich im Mittelalter das Beuerner
Tor der alten Stadtmauer befunden hat. Zu
Kriegszwecken war das Standbild
eingeschmolzen worden. Heute erinnert nur
noch der Name des Platzes an den badischen
Regenten. Der Leopoldsplatz wurde
1990/1991 umgestaltet und erhielt ein
postmodernes "Outfit", das nun im Kontrast
zu dem historisch gewachsenen Stadtzentrum
steht. Zum
Leopoldsplatz
|
|
|

|
|
Das
deutsche Kaiserpaar Wilhelm I. und
Augusta haben
Baden-Baden schon als Prinz und Prinzessin
von Preußen besucht und der Stadt
über vier Jahrzehnte die Treue
gehalten. Die Stadt ehrte diese Treue
unter anderem dadurch, dass sie dem Platz
in direkter Nachbarschaft zum Leopoldplatz
Augustas Namen gab. Darüber hinaus
erinnert eine Büste linker Hand der
Kunsthalle an die deutsche Kaiserin.
Zum
Augustaplatz
|
|
|

|
|
Zur
Erinnerung an den deutschen Kaiser Wilhelm
I. (1797-1888), der mehr als 40 Jahre
regelmäßig die Stadt besuchte,
wurde eine Straße ganz in der
Nähe des Hotels Messmer, in dem er
und seine Gemahlin Augusta zu wohnen
pflegten, benannt. Das Hotel wurde seit
1920 nicht mehr als solches genutzt und
1957 abgerissen. Neben dem
Straßennamen erinnert auch noch eine
Büste vor der Trinkhalle an
Kaiser Wilhelm I.
|
|
|
|
|
Stéphanie
de Beauharnais, Tochter der ersten
Gemahlin des französischen Kaisers
Napoléon I. und dessen
Adoptivtochter, ist die Namensgeberin.
Karl von Baden, Enkel des
Großherzogs Karl-Friedrich von
Baden, und Stéphanie heirateten im
Jahre 1806. Im Jahr 1811 trat Karl die
Nachfolge seines Großvaters an. Aus
seiner zweiten Ehe hatte Karls
Großvater ebenfalls männliche
Nachkommen, die im Falle, dass Karl und
Stéphanie keine Söhne haben
sollten, die Regentschaft über das
Land Baden nach Karls Tod übernehmen
sollten.
Kurz vor Karls Tod gebar Stéphanie
einen Sohn, der kurz darauf starb (siehe:
Kaspar
Hauser),
weswegen Ludwig von Baden im Jahr 1818
Großherzog von Baden werden
konnte.
|
|
|
|
|
Der von
Kastanien beschattete Boulevard zwischen
Bäderviertel und Kurbereich, ist nach
der Großherzogin Sophie von Baden,
Gemahlin des Großherzogs Leopold,
badischer Regent von 1830-1853, benannt.
Die Straße wurde erst zu Zeiten der
Regentschaft des Paares eingerichtet. Der
bis dahin dort verlaufende Stadtgraben
wurde in der Zeit von 1831-1834
zugeschüttet und zur Promenade
umgewandelt.
|
|
benannt nach der
badischen Großherzogin Luise, Tochter des
deutschen Kaiserpaares Wilhelm I. und Augusta.
Luise von Baden, die am 23. April 1923 im Alter von
85 Jahren im Neuen Schloss
verstorben ist, hat sich vielfach um die Stadt
verdient gemacht. Zum einen sorgte sie für
eine enge und gute Beziehung zwischen der
preußischen und badischen Regenten und sorgte
für die Belebung des Kurbetriebs durch die
Anwerbung preußischer Gäste, zum anderen
engagierte sie sich stark im sozialen Bereich. Sie
gründete unter anderem den Frauenverein und
ließ eine Haushaltungsschule, ein
Mädchenpensionat und das Ludwig-Wilhelm-Stift,
welches heute als Seniorenresidenz geführt
wird, einrichten.
|
|

|
|
Markgraf Bernhard II. von
Baden (1428-1458), durch seine
Sittenstrenge, Redlichkeit und
Nächstenliebe geschätzter
Regent. Nach dem Fall von Konstantinopel
(1453) übertrug er sein
Fürstentum auf zehn Jahre seinem
Bruder, um sich ganz der Sache der
bedrängten Christenheit widmen zu
können. Als Gesandter des Kaisers in
Oberitalien unterwegs, erlag er am
15.7.1458 in Moncalieri bei Turin einer
Seuche. Von seiner Grabstätte in der
Marienkirche von Moncalieri breitete sich
der Ruf seiner Heiligkeit aus, vor allem
in Baden und Lothringen; 1769
seliggesprochen, wurde er weiteren Kreisen
bekannt, besonders seit seiner Erhebung
zum Patron von Baden.
Lesen
Sie unser Special über Bernhard
II.
|
|
|
Markgraf-Christoph-Straße
|
|
|
|

|
|
Christoph
war von 1475-1515 Markgraf von Baden,
vergrößerte seinen
Territorialstaat um das Doppelte. Wurde
von Maximilian I. 1488 zum Gouverneur von
Luxemburg ernannt, war 1496 Stadthalter
von Verdun und zog sich dann nach
Luxemburg zurück. Er wurde 1516 auf
Betreiben seiner Söhne
entmündigt
|
|
|

|
|
Maria
Viktoria wurde 1714 in Brüssel
geboren. Sie wurde streng katholisch
erzogen, darüber hinaus erfuhr sie
eine Ausbildung in künstlerischen und
musischen Bereichen. 1735 heiratete sie
August Georg von Baden, den 2. Sohn der
Markgräfin Sibylla Augusta und des
Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden
("Türkenlouis"). 1736 kam ein Sohn
auf die Welt, der jedoch nach einem Jahr
bereits starb. Damit erlosch die
markgräflich-katholische Linie von
Baden.
Sie widmete sich der Fürsorge von
Kindern, besonders die Erziehung der
weiblichen Jugend lag ihr am Herzen. So
verlegte sie 1774 ihren Wohnsitz von
Baden-Baden nach Ottersweier, um im
ehemaligen Residenzhaus der Jesuiten
(heute Rathaus) eine Klosterschule
einzurichten, in der die Mädchen alle
Kenntnisse für ihre Rolle als
künftige Hausmütter und
Erzieherinnen erlernten. Maria Victoria
starb 1793 in Straßburg.
|
|
zur Erinnerung an
den baltischen Dichter Werner Bergengruen
(1892-1964) benannt. Kritische
Veröffentlichungen während des
nationalsozialistischen Regimes in Deutschland, vor
allem sein 1935 erschienener Roman "Der
Großtyrann und das Gericht", in dem er sich
mit den Phänomenen Terror und Zensur in
totalitären Regimen auseinandersetzt, zwangen
Werner Bergengruen, aus Deutschland zu fliehen.
1958 ließ er sich in Baden-Baden nieder, wo
er bis zu seinem Tode lebte. Mehr über
Bergengruen.
|
|
Reinhold-Schneider-Straße
|
|
|
Reinhold
Schneider (1903-1958), engagierter Dichter und
Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des
deutschen Buchhandels, wurde in Baden-Baden
geboren. Seine Eltern Wilhelm Schneider und
Wilhelmine, geborene Messmer, betrieben das im 19.
Jahrhundert renommierte Hotel Messmer, in dem das
deutsche Kaiserpaar Augusta und Wilhelm I. mehr als
40 Jahre während seiner Aufenthalte in
Baden-Baden wohnte. Dieses Hotel und sein mit dem
Hotelbetrieb verbundenes Leben beschrieb Reinhold
Schneider in seinem Buch "Der
Balkon". Mehr über
Reinhold Schneider hier...
|
|

|
|
Justinus Kerner
(1786-1862) war einer der bedeutensten
Lyriker der schwäbischen
Spätromantik. Er kam bis 1858
häufig nach Baden-Baden zur Kur, um
Heilung zu finden. Für ihn
repräsentierte sich das Weltbad an
der Oos weniger glamourös. Er nannte
Baden-Baden "ein Menschenmarkt, wo sich
ein paar hundert französiche
parlierende Leute geckenhaft gekleidet,
ein Stelldichein geben."
Mehr
über Justinus Kerner hier...
|
|
Otto Flake
(1880-1963), der in Metz geboren worden war, wusste
um die Probleme des Grenzlandes Elsass-Lothringen
und Baden, in dem über Jahrhunderte hinweg
kriegerische Auseinandersetzungen wegen dieses
Gebiets geführt worden waren. Er setzte sich
deshalb intensiv als Vermittler zwischen Franzosen
und Deutschen ein, was für die Stadt nach dem
2. Weltkrieg nicht von Nachteil gewesen ist. Seit
1928 wohnte Otto Flake in Baden-Baden und schrieb
mit seinem Roman "Hortense
oder die Rückkehr nach
Baden-Baden", der 1933
erschien, ein literarisches Denkmal der Stadt.
|
benannt nach
einem der größten Mäzene der Stadt,
der am 8. Oktober 1917 in Baden-Baden verstorben
ist. Der Deutsch-Amerikaner, der als
"Kaffee-König" in die Analen der Geschichte
eingegangen ist, hat unter anderem die Gönner-Anlage
gestalten lassen. Das vielfältige soziale
Engagement der Familie Sielcken wurde von der Stadt
und ihren Bürgern dadurch honoriert, dass
Hermann Sielcken die Ehrenbürgerschaft
verliehen wurde.
|
Konsul August
Schriever (1844-1912) war in Baden-Baden eine
hochangesehene Persönlichkeit. 1909 stiftete
er das Krematorium, und er unterstützte auch
die Stulz'sche Waisenanstalt in Lichtental. Der
Sohn Dr. Oskar Schriever setzte das humanitäre
Werk seines Vaters fort und vererbte der
Waisenanstalt einen beachtlichen Betrag unter der
Bedingung, den Namen für alle Zeiten in
"Stulz-Schriever'sche Waisenanstalt"
umzuändern.
Mehr
über Georg Stulz.
|
|

|
|
Im Juni
1913 startete Ferdinand Graf von Zeppelin
(1838-1917) mit dem von ihm erfundenen
lenkbaren Luftschiff vom ersten
Passagierflughafen Deutschlands
in
Baden-Oos aus zu
seiner ersten Fernreise nach Wien.
Für die Verdienste, die sich Graf
Zeppelin durch seine spektakulären
Aktionen in Baden-Baden und von
Baden-Baden aus erworben hat, wurde ihm
die Ehrenbürgerwürde
verliehen.
|
|
|

|
|
Der
weltberühmte Bakteriologe Robert
Koch, geb. 1843, Nobelpreisträger
für Medizin des Jahres 1905,
gründete 1880 das Institut für
Infektionskrankheiten, entdeckte unter
anderem die Erreger für Milzbrand,
Tuberkulose und Cholera und wurde damit
zum Vorreiter der modernen Medizin. Am 27.
Mai 1910 starb der renommierte
Wissenschaftler im Baden-Badener
Sanatorium Dr. Dengler.
Mehr
über Robert Koch.
|
|
|

|
|
1865
hatte der Komponist Johannes
Brahms
(1833-1897) eine Mansardenwohnung im
heutigen Ortsteil Lichtental gemietet, die
er bis 1874 bewohnte. Seine Freundschaft
zu Clara Schumann hatte ihn nach Baden
gezogen. Zahlreiche Kompositionen
entstanden in seiner Badener Zeit und
trugen den Namen der Stadt in die Welt.
Ebenso kamen Künstler aus aller Welt
nach Baden, um sich mit Brahms
auszutauschen, was wesentlich zur
damaligen kulturellen Blüte der Stadt
beitrug. Zum
Brahmshaus.
|
|
|

|
|
Die
geniale Pianistin Clara
Schumann
(1819-1896) trug mit zu Badens kultureller
Blüte in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts bei. Nach dem Tod ihres
Mannes, des Komponisten Robert Schumann,
lebte sie etliche Jahre im jetzigen
Ortsteil Lichtental und empfing in ihrem
Salon eine Vielzahl berühmter
Künstler aus aller Welt. Neben einem
Platz in Lichtental wurde auch die
Baden-Badener Musikschule ihr zu Ehren
benannt.
|
|
|

|
|
Der
badische Erbprinz Friedrich I. sorgte
durch seine liberale Politik dafür,
dass das "Musterländle", welches sein
Großvater Karl Friedrich (1738-1811)
begonnen hatte aufzubauen, weiter
entwickelt wurde, wovon auch die Stadt
Baden profitierte. Er und seine Gemahlin
Luise, Tochter des deutschen Kaiserpaares
Augusta und Wilhelm I., sorgten
dafür, dass Baden auf einer stabilen
wirtschaftlichen Basis zu einer
kulturellen Weltstadt wurde. Zum Dank
für Friedrichs Einsatz zum Wohle des
Kurorts wurde eine Straße nach ihm
benannt, ebenso wie das von 1869-1877
erbaute, prachtvoll ausgestattete
Thermalbad, an dessen Fassade hoch
über dem Portal eine Büste
Friedrichs I. angebracht ist.
|
|
|

|
|
Dem
ersten Kanzler der Bundesrepublik
Deutschland, Dr. Konrad Adenauer
(1876-1967), Rosenliebhaber und
Schwarzwaldfreund, wurde im Jahr 1952 die
Ehrenbürgerwürde der Stadt wegen
seiner Verdienste um die Stadtentwicklung
nach dem 2. Weltkrieg verliehen. Eine
Gedenktafel auf dem Platz vor dem Kurhaus
erinnert an den verdienstvollen deutschen
und europäischen Staatsmann.
|
|
|

|
|
Otto,
Fürst von Bismarck (1815-1898),
Gründer des Deutschen Reiches von
1871 und Kanzler dieses Deutschen Reiches,
weilte ebenso im Oostal wie das deutsche
Kaiserpaar Augusta und Wilhelm I. In
Anerkennung seines vielfältigen und
hartnäckigen politischen Einsatzes
zum Wohle der Deutschen verlieh ihm die
Stadt nicht nur die
Ehrenbürgerschaft, sondern ließ
im Jahre 1915 auch ein 13 m hohes Denkmal
in direkter Nähe des Rathauses
errichten.
|
|
|