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Das 1994 in Baden-Baden
eröffnete Museum ist eine
Novität in der Museumswelt. Dem
Besucher will es ein philosophisches
Weltverständnis vermitteln: Die
Harmonie als universales Prinzip, als
Weltformel und ethisches Ziel.
Es gibt in der Geistesgeschichte der
Menschheit wohl kaum einen Begriff, dem
eine so umfassende und weitreichende
Bedeutung beigemessen wird wie dem Begriff
"Harmonie". Er steht nicht nur für
Wohlklang, Ebenmaß und
Übereinstimmung, sondern gilt
insbesondere als Synonym für die
Ganzheit des Kosmos.
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Als Leitmotiv des Museums
und gleichzeitiges Medium dient auch das
Symbol der Harmonie: Die Lyra. Sie wird in
zahlreichen Exponaten aus den Bereichen
der darstellenden Kunst, des
Kunsthandwerks bis hin zu
Gegenständen des täglichen
Lebens gezeigt.
In einer oberflächlichen und
materialistisch geprägten Zeit will
das Museum seine Besucher zu einer
Rückbesinnung auf ethische Grundwerte
bewegen, zu denen an höchster Stelle
die Harmonie gehört.
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Geöffnet ist
das Museum von Mai bis November
für Gruppenbesuche nach
Anmeldung:
Tel. 07221-278840
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MUSEUM DER
HARMONIE
Lichtentaler Allee 28
76530 Baden-Baden
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Der griechische Gelehrte
Pythagoras entdeckte rationale
Zahlenverhältnisse in dem Aufbau von
Pflanzen und Tieren und gab damit eine
Erklärung für die Vollkommenheit
der Natur.
Er folgerte daraus:
Das höchste Gut ist die Harmonie.
Diese These wird im Museum vertieft durch
Texttafeln zur geistesgeschichtlichen
Bedeutung des Harmoniedenkens, durch eine
Bildserie zum "Goldenen Schnitt" und durch
Kunstwerke von der Antike bis zur Neuzeit.
Sie belegen das Streben nach
ästhetischer Ausgewogenheit in der
Bildenden Kunst.
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