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BADEN-BADEN Geschichte
Sophie von Schweden (1801 -
1865)
Am 21. Mai 1801 in Stockholm als schwedische
Prinzessin geboren, wuchs Sophie von Schweden in
und mit den Turbulenzen der napoleonischen Kriege
und aller damit verbundenen Ereignisse und
Erscheinungen auf. Ihr Vater, Gustav IV.
Adolf von Schweden,
war des Landes verwiesen worden und hatte
darüber hinaus Frau und Kinder verlassen.
Von ihrer Mutter Friederike, einer geborenen Prinzessin von
Baden, und ihrer Großmutter Amalie bekam
Sophie von Schweden in jungen Jahren immer wieder
zu hören, die Kinder der zweiten Frau ihres
Urgroßvaters Karl Friedrich Großherzog
von Baden seien nicht legitimiert, die Regentschaft
in Baden zu übernehmen.
1819 sollte Sophie von Schweden ausgerechnet
Leopold Graf von Hochberg, den ältesten Sohn
Luise Karolines
Geyer von Geyersberg und
Karl Friedrichs Großherzog von Baden
heiraten. Von den politischen Drahtziehern war
diese Hochzeit nach dem Tod des zweiten badischen
Großherzogs Karl im Jahr 1818 als eine Art
Legitimation des Anspruchs auf die künftige
Großherzogswürde Leopold von Hochbergs
angedacht.
Tatsächlich führte das badische
Erbprinzenpaar in den Anfangsjahren eine
harmonische Ehe, aus der bis zum Regierungsantritt
Leopolds im Jahr 1830 bereits drei Söhne
hervor gegangen waren. Das einvernehmliche
Eheleben, wovon sich jährlich in den
Sommermonaten die Baden-Badener ein Bild machen
konnten, da Großherzog Leopold in der
Kurstadt eine Art Nebenresidenz unterhielt, war
Mitte der 1830er Jahre zu Ende.
1833 soll Großherzogin Sophie den Auftrag zur
Ermordung Kaspar
Hausers
gegeben und sich nach der Tat ihrem Gemahl
anvertraut haben. Großherzog Leopold soll aus
Angst vor einem Skandal dieses Wissen für sich
behalten haben. Chronisten berichten, dass das
großherzogliche Paar sich nach
Möglichkeit aus dem Weg ging. Zudem soll
Großherzogin Sophie eine Liaison mit einem
Günstling gehabt haben, was vom
europäischen Hochadel, da
unstandesgemäß, ignoriert wurde.
Die badische
Revolution 1848/49
verjagte die Herrscherfamilie kurzzeitig aus
Karlsruhe. 1851 erkrankte Großherzog Leopold
und starb am 24 April 1852 in Karlsruhe.
Großherzogin Sophie überlebte ihren Mann
um 13 Jahre, während derer sie ein
zurückgezogenes Leben in ihrem Karlsruher
Palais führte.
Nach ihrem Tod am 6. Juli 1865 wurde sie in der
evangelischen Stadtkirche in Karlsruhe beigesetzt.
Eine Grabschändung während des Zweiten
Weltkriegs ließ das großherzogliche
Mausoleum in der ehemaligen badischen Residenzstadt
zu ihrer letzten Ruhestätte werden.
Von Rika Wettstein Baden-Baden
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