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BADEN-BADEN Kultur
Gioacchino Rossini
(1792-1868)
Das Leben des Gioacchino Rossini begann an einem
Schalttag, dem 29. Februar 1792, im italienischen
Pesaro. Nachdem der Vater aus politischen
Gründen inhaftiert worden war, zog die Mutter
mit ihrem kleinen Sohn nach Bologna und verdiente
den Lebensunterhalt als Sängerin in komischen
Opern auf verschiedenen Bühnen. Der Vater
wirkte nach seiner Haftentlassung als
Hornbläser in den jeweiligen
Opernaufführungen mit.
Gioacchino Rossini blieb während dessen in
Bologna in Obhut und begann mit 14 Jahren seine
musikalische Ausbildung, unter anderem am Klavier
und Violoncello, am dortigen Konservatorium.
Während dieser Ausbildung, die er 1810
abschloss, schrieb er bereist eine Oper, zwei
Sinfonien und eine Kantate. Gioacchino Rossini war
gerade 20 Jahre alt, als er in Venedig sein Debut
gab.
1815 wurde ihm die Leitung des Teatro San Carlo und
des Teatro del Fondo in Neapel übertragen mit
der Auflage, für jedes der beiden Theater pro
Jahr je eine Oper zu schreiben. In den Jahren 1815
bis 1823 komponierte Gioacchino Rossini 20 Opern,
worunter sich auch sein wohl erfolgreichstes Werk
"Der Barbier von Sevilla", das 1816 in Rom
uraufgeführt wurde, befand. Die
größtenteils sehr erfolgreichen Opern
waren meistens komischer Natur, und machten
Gioacchino Rossini europaweit bekannt, weswegen ihm
1823 in England beispielsweise ein
überwältigender Empfang bereitet
wurde.
1825 übernahm Gioacchino Rossini die Leitung
der italienischen Oper in Paris und wurde im Jahr
darauf Generalintendant des französischen
Königs. 1829 war "Wilhelm Tell", seine letzte
Oper, entstanden. Gioacchino Rossini hatte in 20
Jahren fast 40 Opern komponiert, was ihn zum
Melodiengenie des 19. Jahrhunderts werden
ließ.
Orchester-, Chorwerke und Kammermusik
beschäftigten den Komponisten, der ab 1830
wieder vornehmlich in Italien lebte, weiterhin.
1832 begann er mit der musikalischen
Auseinandersetzung mit religiösen Themen und
schuf die erste Fassung von "Stabat Mater". 1841
überarbeitete er die Vertonung des Schmerzes
der Gottesmutter nach der Kreuzigung Jesus' zur
Endfassung.
In Baden-Baden, wo Gioacchino Rossini häufig
zu Gast gewesen ist, ließ er 1842 "Stabat
Mater" mit französischen Solisten
aufführen.
1855 kehrte Gioacchino Rossini nach Paris
zurück und machte sein Haus zu einem Zentrum
französischen Kulturlebens. Unzählige
Ehrungen waren dem Ritter der französischen
Ehrenlegion zuteil geworden.
Am 13. November 1868 starb Gioacchino Rossini in
Passy bei Paris. Viele seiner Kompositionen
zählen auch heute noch zu den gefragten
Musikwerken.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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Stabat
Mater
Gioacchino Rossini
Label: Deutsche Grammophon
Dirigent: Myung-Whun Chung
Künstler: Bartoli, Gimenez, Chung
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