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BADEN-BADEN Geschichte
Im Jahre 1910 starb der Arzt und Forscher Robert
Koch (*1843) in Baden-Baden.
Der Tuberkelbazillus hat ihn berühmt gemacht -
Robert Koch, der Begründer der modernen
Bakteriologie. Der Arzt, Forscher und
Nobelpreisträger hatte sich in der Kurstadt
zur Genesung aufgehalten und einen Freund
besucht.
Koch war am 11. Dezember 1843 als dritter Sohn des
Bergrats Hermann Koch in Clausthal geboren worden.
1876 identifizierte er den Milzbrandbazillus als
Erreger der gefährlichen Viehseuche. 1882
konnte er nachweisen, dass die in
"tuberkulösen Substanzen vorkommenden Bazillen
nicht nur die Begleiter des tuberkulösen
Prozesses, sondern die Ursache desselben sind". Die
Entdeckung war Bahn brechend in einer Zeit, in der
noch rund ein Siebtel aller Menschen in Deutschland
der Krankheit zum Opfer fiel.
Von 1883 an widmete sich Koch der Erforschung
weiterer tödlicher Krankheiten wie der Pest,
Cholera und Malaria. Seine wissenschaftlichen
Leistungen wurden 1905 mit dem Nobelpreis
gewürdigt.
Schon in den Jahrzehnten zuvor hatten sich
Anzeichen einer Angina pectoris bemerkbar gemacht -
im Frühjahr 1910 erkrankte Koch ernsthaft. Er
klagte über Schmerzen in der linken Brustseite
und Atemnot. Am 23. Mai 1910 bezog er Im Sanatorium
Dr. Dengler in Baden-Baden sein Quartier. Im milden
Schwarzwaldklima besserte sich zunächst sein
Zustand. Am Abend des 27. Mai wollte er vor dem
Essen an der offenen Balkontür noch die Sonne
und den Blick auf die Oos genießen. Bei der
Visite fand ihn der Arzt tot vor.
Koch wurde seinem Wunsch entsprechend im
Krematorium von Baden- Baden eingeäschert.
Dieses war erst ein halbes Jahr zuvor eingeweiht
worden, nachdem sich ein Verein ganz im Sinne Kochs
mit dem Argument der Seuchenvermeidung für den
Bau eingesetzt hatte. Die Asche des berühmten
Gastes wurde nach Berlin überführt, wo
sie im Institut für Infektionskrankheiten -
dem heutigen Robert-Koch-Institut in einem eigens
errichteten Mausoleum bestattet wurde.
Zu seinem Gedenken hat man in Baden-Baden eine
Straße nach ihm benannt.
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