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Felix
Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Das musikalische Wunderkind des frühen 19.
Jahrhunderts wurde am 3. Februar 1809 als Sohn des
jüdischen Bankiers Abraham Mendelssohn und
dessen Ehefrau Lea Salomon geboren. Sein
Großvater war der berühmte deutsche
Aufklärungs-Philosoph des 18. Jahrhunderts
Moses Mendelssohn. Den zweiten Nachnamen Bartholdy
nahm die Familie nach ihrem Übertritt zum
Protestantismus an.
Das musikalische Talent Felix Mendelssohns
Bartholdys und seiner gut drei Jahre älteren
Schwester Fanny wurde früh entdeckt und
gefördert, unter anderem vom deutschen
Komponisten Karl Friedrich Zelter.
Gemeinsam mit seiner Schwester Fanny trat Felix
Mendelssohn Bartholdy schon mit neun Jahren
öffentlich als Pianist auf. Mit elf Jahren
präsentierte er eigene Kompositionen und
dirigierte als Zwanzigjähriger die hundert
Jahre in Vergessenheit geraten gewesene
Matthäuspassion Johann Sebastian Bachs.
Zu diesem Zeitpunkt war die Familie bereits nach
Berlin übergesiedelt gewesen und Felix
Mendelssohn Bartholdy hatte während einer
Semesterferienwanderung im September 1827 der
Kurstadt einen Besuch abgestattet und im Hotel
"Zur Sonne" logiert.
Überliefert ist aus diesen Tagen ein
improvisierter musikalischer Auftritt des
18jährigen im Conversationshaus,
welcher eine große Anzahl begeisterter
Zuhörer anzog, was den Spielbankpächter
dazu brachte, das Klavier entfernen zu lassen, da
das exzellente Spiel des jungen Künstlers zu
viele Menschen von den Roulettetischen
weggelockt hatte.
Felix Mendelssohn Bartholdy bereiste als Dirigent
und Pianist ganz Europa. Vorzugsweise spielte er
während etlicher Aufenthalte in England
für Königin
Victoria, deren
besonderer Gunst er sich erfreuen durfte.
Von 1833 bis 1835 war Felix Mendelssohn Bartholdy
Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf.
Das Gewandhausorchester in Leipzig leitete er ab
1835 und wurde 1841 Generalmusikdirektor des
preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV.
Darüber hinaus zählte er zu den
Gründern des Leipziger Konservatoriums.
Trotz seiner Tätigkeiten als Lehrer, Pianist
und Dirigent schuf Felix Mendelssohn Bartholdy eine
Vielzahl klangvoller Kompositionen, darunter
fünf Sinfonien, Klavier- und Violinkonzerte,
Oratorien, Orgel- und Chorwerke, die ihn zu einem
der führenden Musiker der deutschen Romantik
jener Epoche werden ließen.
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Nach dem
plötzlichen Tod seiner Schwester
Fanny (Abb. links) am 14. Mai 1847 erlitt
der 38jährige einen körperlichen
und seelischen Zusammenbruch, von dem er
sich nicht mehr erholte.
Er suchte Ruhe und so besuchte er nochmals
im Mai 1847 Baden-Baden. Mit seinem Bruder
Paul und weiteren Personen aus seinem
Umkreis logierte er für drei Wochen
im "Russischen Hof". Hier hat er
zwei Motetten (op.
69)
vollendet, die zu seinen besten
geistlichen Chorwerken gezählt
werden.
Am 4. November 1847 starb der große
Musikkünstler, dem die Welt den
berühmten "Hochzeitsmarsch" verdankt,
in Leipzig.
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Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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