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BADEN-BADEN Geschichte
Karl
Dernfeld (1831-1879)
Karl Dernfeld wurde am 21. April 1831 in
Gerlachsheim als Sohn eines Domänenrates
geborene. Er erhielt seine Ausbildung nach der
Gymnasialzeit in Heidelberg am Polytechnikum in
Karlsruhe bei Heinrich
Hübsch und
Friedrich Eisenlohr. Die in der Fachliteratur meist
verwendete Schreibweise des Vornamens Carl ist
nicht korrekt. In den standesamtlichen Urkunden im
Stadtarchiv Baden-Baden heißt es: Karl
Dernfeld.
Nach Studienreisen, die Dernfeld ab 1851 unter
anderem nach Berlin, München und Italien
führten, trat er in den badischen Staatsdienst
und kam nach Stationen in Heidelberg und Konstanz
1863 als Bezirksbaumeister nach Baden-Baden. Der
Architekt, der seit 1876 verheiratet war, starb
dort am 16. Oktober 1879.
Dernfelds Hauptwerk ist das 1869 bis 1877 in
Baden-Baden entstandene Friedrichsbad. Außerdem schuf er die
1866/67 angelegte Kastanienallee vor dem
Südflügel des Kurhauses
in Baden-Baden,
die nach dem Vorbild der Pariser Passagen von
Boutiquen gesäumt wird.
Dernfeld lieferte auch den Entwurf für die
neuromanische Pfarrkirche St. Bonifatius im
Baden-Badener Stadtteil Lichtental (1865-69). Im benachbarten
Bühl (Landkreis Rastatt) errichtete er
die neugotische Pfarrkirche St. Peter und Paul
(1872-77) und baute den Vorgängerbau des 16.
bis 18. Jahrhunderts in der Formensprache der
Neurenaissance zum Rathaus um (1879-82).
Die ebenfalls neugotische Pfarrkirche Unserer
Lieben Frau in Waibstadt (Rhein-Neckar-Kreis)
entstand 1865-68 nach Plänen Dernfelds.
Außerdem war er am Bau des Marmorbades und
des zugehörigen Freibades in Badenweiler 1874/75 beteiligt, das
verantwortlich von Heinrich Leonhard geplant wurde.
Unter den Entwurfsskizzen Leonhards für dieses
Projekt finden sich auch vier von Dernfeld
signierte Pläne.
Mit Sicherheit hat Dernfeld weitere Gebäude
geplant, die bisher nicht in der
kunstwissenschaftlichen Literatur behandelt wurden.
Leben und Werk des Bezirksbaumeisters, der nur 48
Jahre alt wurde, sind noch weitgehend
unerforscht.
Dernfeld beantwortete die Frage, die sein Lehrer
Heinrich Hübsch in seinem berühmten Buch
"In welchem Style sollen wir bauen?" stellte, auf
eine sehr persönliche Weise. Neben seinem
unbestrittenen Hauptwerk, dem Friedrichsbad in den
Formen der italienischen Hochrenaissance, ragt die
neugotische Pfarrkirche St. Peter und Paul in
Bühl hervor, die fast gleichzeitig entstand.
Vorbild für den Turm der dreischiffigen
Basilika aus rotem Sandstein ist das Freiburger
Münster.
Wie das bisher bekannte Werk Dernfelds zeigt,
beherrschte der Bezirksbaumeister zwei
historisierende Stile meisterhaft und schuf in
deren jeweiliger Formensprache vollendete
Kunstwerke. (WIKIPRDIA)
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