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Carl Maria von Weber
(1786-1826)
Nach dem Willen seines Vaters sollte der am 18.
November 1786 in Eutin geborene Carl Maria von
Weber ein Wunderkind werden. Wenn schon in des
Bruders Verwandtschaft ein Genie vorzuzeigen war,
sollte dies zur Familientradition werden. Franz
Anton von Webers Nichte Konstanze war seit 1782 mit
keinem geringeren als Wolfgang Amadeus Mozart
verheiratet. Und wie Mozart sollte auch Carl Maria
von Weber ein begnadeter Musiker werden. Dem
standen allerdings etliche Hindernisse entgegen:
Ein angeborener Hüftschaden, der ein
lebenslanges Hinken mit sich brachte, und das wegen
häufiger Berufswechsel unstete Leben des
Vaters, das Carl Maria von Weber bis zum Jahr 1803
teilen musste.
Noch bevor er richtig sprechen konnte, bekam er
allerdings bereits Klavier- und Gesangsunterricht.
Das Wanderleben des Vater brachte ihn darüber
hinaus frühzeitig mit der Theater- und
Opernwelt in Kontakt, so dass der Plan des Vaters
sich bereits zu verwirklichen begann, als Carl
Maria von Weber mit neun Jahren seine erste
bekannte Komposition verfasste, die Orgelfassung
des Luther-Liedes "Vom Himmel hoch".
Mit 13 Jahren gab Carl Maria von Weber sein erstes
öffentliches Konzert als Pianist und vertiefte
in den darauf folgenden Jahren seine musikalische
Ausbildung in Wien und München.
1804 wurde der 18jährige Komponist und Pianist
für kurze Zeit Dirigent an der Breslauer Oper,
wechselte danach nach Württemberg, um Herzog
Eugen Friedrichs Privatorchester zu leiten, und
erhielt 1807 die Stelle eines Privatsekretärs
beim württembergischen Herzog Ludwig. Diese
Beschäftigung fand 1810 ein Ende, als Carl
Maria von Weber wegen Diebstahlverdachts des Landes
verwiesen wurde.
Im selben Jahr wollte er in der badischen Kurstadt
Baden-Baden ein Konzert geben, welches jedoch
mangels eines geeigneten Konzertinstrumentes
ausfiel. Im "Morgenblatt" seines Badener Gastgebers
Johann Friedrich
Cotta
berichtete Carl Maria von Weber allerdings nicht
über diesen Umstand, sondern über den
Zustand des damaligen
Theaters:
"Übrigens gehe ich immer mit einer gewissen
Angst vor Feuer und Wasser hinein, denn
unbegreiflich ist es, wie die Stadt so wenig getan
und ihren Besuchern ein so aus ein paar Brettern
dünn zusammengesetztes Häuschen
hinstellen konnte, dessen Stiegen dem freundlichen
Sonnenlichte den Eintritt verstatten, und dessen
einzige vorhandene Türe bei etwa vorkommender
Feuersgefahr den Ausgang erschweren
möchte."
Nach einem kurzen Aufenthalt in Darmstadt,
während dessen sich Carl Maria von Weber
intensiv dem Komponieren widmete, unternahm er
ausgedehnte Konzertreisen und trat 1813 die Stelle
des Direktor des Prager Opernhauses an. Drei Jahre
später wurde er Direktor der neu geschaffenen
Oper in Dresden, die er durch sein Engagement zu
einer der besten Opernbühnen Deutschlands
machte.
Jahre lang beschäftigte er sich darüber
hinaus mit seiner Oper "Der Freischütz", die
am 18. Juni 1821 in Berlin erfolgreich
uraufgeführt wurde, seinen Ruhm als
herausragender Opernkomponist der deutschen
Frühromantik begründete und die zu einer
Art "Nationaloper" der Deutschen wurde.
Am 25. Oktober 1823 wurde die Oper "Euryanthe" in
Wien uraufgeführt. 1824 erhielt Carl Maria von
Weber den Auftrag, für die Royal Opera Covent
Garden in London eine Oper zu schreiben. "Oberon"
wurde am 12. April 1826 vom schwerkranken
Komponisten selbst bei der Uraufführung
dirigiert.
Ausgelaugt starb Carl Maria von Weber am 5. Juni
1826 in der britischen Hauptstadt.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
Diente die "Wolfsschlucht" bei Baden-Baden als
Vorbild für Carl Maria von Webers Oper
"Freischütz"? Weiter>
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