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Einer der
weltbesten Kameramänner startete seine
Karriere von Baden-Baden aus, wo er als Kameramann
beim Südwestfunk tätig war.
Michael
Ballhaus
Regisseure wie Rainer Werner Fassbinder oder Martin
Scorsese sind vielen ein Begriff, Schauspieler wie
Harrison Ford, Robert Redford oder Leonardo
DiCaprio kennen Millionen von Menschen. Ihre
Popularität haben diese Superstars unter
anderem einem Mann zu verdanken, der ihnen mit
seinem Arbeitsgerät den Weg zum Ruhm ebnet:
Michael Ballhaus, ein gebürtiger Berliner. Er
ist eher ein stiller Star und international einer
der hinter der Kamera.
Zu den höchsten Ehrungen, die Ballhaus zuteil
wurden, gehörten zwei Oscar-Nominierungen,
womit seine Kameraführung bei "Die fabelhaften
Baker Boys" und "Nachrichtenfieber" gewürdigt
wurde. Er stand bei Fassbinder-Filmen wie "Die Ehe
der Maria Braun" und "Lili Marleen" ebenso hinter
der Kamera wie bei Scorseses Mafiadrama "Good
Fellas", Francis Ford Coppolas "Dracula" und
Wolfgang Petersens Action Thriller "Air Force
One".
Anfang der siebziger Jahre lernte er dann
Fassbinder kennen, mit dem er 14 Filme drehte.
Ballhaus, der privat mit seiner Frau Helga zwischen
Wohnsitzen in Berlin, New York und Los Angeles hin-
und herpendelt, entwickelte seine berühmten,
kreisenden Kamerafahrten um die Darsteller - die
"entfesselte Kamera" - und prägte damit den
Neuen Deutschen Film.
Bis Anfang der achtziger Jahre arbeitete Ballhaus
mit fast allen deutschen Spitzenregisseuren
zusammen, dann kam der Sprung über den
großen Teich. Als Ballhaus
Außenaufnahmen für Peter Lilienthals
Film "Dear Mr. Wonderful" in New York drehte, wurde
Regisseur John Sayles auf ihn aufmerksam und gewann
Ballhaus für seinen Film "Baby, It's you".
1984 führte Ballhaus erstmals für
Regisseur Scorsese die Kamera, mit dem er heute
auch privat befreundet ist.
Dem 66-Jährigen wurde 2001 der Lucky Strike
Designer Award verliehen. Die Auszeichnung, die
seit 1991 vergeben wird, ist mit 100 000 Mark
verbunden und damit nach Angaben der Stiftung der
höchstdotierte Designer-Preis in Europa. Er
ging bisher unter anderem an die Mode-Designer Karl
Lagerfeld und Donna Karan und an den Fotografen
Peter Lindbergh
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