100. Deutscher Bädertag

 


Baden-Württemberg ist bundesweit Bäderland Nummer Eins mit europaweiter Spitzenstellung.

In Baden-Baden findet vom 24. bis 26. April 2004 der 100. Deutsche Bädertag statt. Bei der Eröffnung wird die Landesregierung von Baden-Württemberg durch Sozialminister Dr. Friedhelm Repnik vertreten. „Baden-Württemberg ist bundesweit das Bäderland Nummer Eins und nimmt auch europaweit eine Spitzenstellung ein. 56 Kurorte sind landesweit mit einem höheren Prädikat ausgezeichnet. Qualität, Engagement, Kreativität und Innovation sind Merkmale der Kurorte und Heilbäder des Landes, mit denen sie ihrer herausragenden Rolle bei der Weiterentwicklung des Kur- und Bäderwesens gerecht werden“, betonte Repnik im Vorfeld der Veranstaltung.

Das Kur- und Bäderwesen befinde sich in einem tief greifenden Umbruch, so Repnik. „Daraus muss sich nicht zwangsläufig eine Krise entwickeln. Die Kurorte und Heilbäder müssen sich aber den neu erwachsenden Herausforderungen stellen. Der Anpassungsdruck an die die sich verändernden Bedingungen wird in den kommenden Jahren weiter wachsen“, mahnte Repnik. Dieser müsse als Chance zu einer zukunftsgerichteten Neuorientierung offensiv aufgegriffen werden.

So werde in den kommenden Jahren angesichts der demografischen Entwicklung und der Zunahme chronischer Erkrankungen die Nachfrage nach Kur- und Rehabilitationsleistungen kräftig wachsen, erläuterte Repnik. Demgegenüber stehe jedoch die anhaltend schwierige Finanzlage in der Sozialversicherung. „Kostenaspekte und Qualität werden weiter wachsende Bedeutung erhalten“, so Repnik. Gleichzeitig steige nicht zuletzt durch die bevorstehende EU-Osterweiterung der Wettbewerbsdruck. „Dabei bin ich überzeugt, dass sich unsere Kur- und Bäderorte durch ihre hohe medizinische Kompetenz sowie Qualität in der Leistung und im Service gut behaupten können.“

Eine weitere große Chance liege im Gesundheitstourismus und der Weiterentwicklung von Wellness-Angeboten, betonte Repnik. „Das ist weit mehr als ein kurzfristiger Modetrend. In weiten Teilen der Bevölkerung steigt das Gesundheitsbewusstsein. Gleichzeitig wird der Stellenwert der gesundheitlichen Vorbeugung in unserem Gesundheitswesen gestärkt.“ Prävention und Rehabilitation sollen nach den Vorstellungen Repniks neben der heilenden Medizin durch ein Präventionsgesetz zu einer eigenständigen und tragenden Säule im Gesundheitswesen weiter entwickelt werden. Der vom Heilbäderverband eingeschlagene Weg zur Stärkung des Profils im Bereich Gesundheitsförderung und Wellness müsse deshalb konsequent fortgesetzt werden. „Baden-Württemberg hat dabei zuletzt mit dem 7-Punkte Wellness-Programm eine Vorreiterrolle übernommen.“

Die Landesregierung werde auch künftig die bevorstehenden Veränderungsprozesse nach Kräften unterstützen, sicherte Repnik zu. „Wir stehen hinter unseren Kurorten und Heilbädern. Unsere Bäderlandschaft trägt ganz entscheidend zur Attraktivität des Landes sowohl als Tourismusland wie auch als Wirtschaftsstandort bei. Die Menschen, die hier arbeiten, und die Unternehmen, die sich im Land ansiedeln, wissen eine attraktive Umgebung zu schätzen. Das ist ein Stück Lebensqualität.“ Der Tourismus in Baden-Württemberg sichere rund 200.000 Arbeitsplätze. Ein großer Teil davon entfalle auf das Kur- und Bäderwesen, so Repnik. „Mit im vergangenen Jahr 39 Millionen Übernachtungen tragen die Heilbäder und Kurorte mit ihren Gästen zu einem Drittel der Gesamtübernachtungszahl bei.“ Das für den 100. Bädertag der Tagungsort Baden-Baden gewählt wurde, wertete Repnik auch als Anerkennung für die Leistungen der Kurorte und Heilbäder im Land.


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