Die Schwarzwald-Bäderstraße
Diese Straße ist die "jüngste" der touristischen Straßen im Nördlichen Schwarzwald. Neben der über 70 Jahre alten Schwarzwald-Hochstraße und der Schwarzwald-Tälerstraße ist sie eine interessante Alternative und man lernt kennen, was diese Landschaft zwischen Pforzheim und Freudenstadt, zwischen der Nagold und dem Badener Rebland alles an Gesundheit, Wellness, Freizeit, Kunst und Kultur zu bieten hat.

Die Schwarzwald-Bäderstraße ist ein einzigartiger Naturerlebnispark, der zum Wellness- und Gesundheitsurlaub einlädt und nahezu jeden Ferienwunsch erfüllen kann.


Die Schwarzwald-Bäderstraße verläuft durch mittelalterliche Städtchen und pittoreske Dörfer, durch elegante Heilbäder und lebendige Ferienorte. Sie windet sich durch romantische Täler und über imposante Bergrücken und Pässe.

Auf den Höhen kann man ausgiebig
Wintersport betreiben. Jahr für Jahr zieht es die Besucher in die Langlaufloipen des 600 km langen Skifernwanderweges im Nördlichen Schwarzwald.

Das Gesicht dieser einmaligen Ferienlandschaft hat auch die Eiszeit mitgeprägt, die mit den Karseen, wie z. B. den
Mummelsee, ihre Spuren in die Buntsandsteinformation des Schwarzwaldes eingegraben hat. Auch die Hochmoore sind wahre Naturwunder und staunend stehen die Besucher vor Wasserfällen oder genießen herrliche Ausblicke.

Die Schwarzwald-Bäderstraße hat eine Gesamtstrecke von 270 km und berührt 28 Ferienorte, sie kann beliebig unterteilt, abgekürzt oder ausgedehnt werden.

Schwarzwald Bäderstraße

 

Natürlicher Startpunkt des Rundkurses ist die Goldstadt Pforzheim. Hier befindet sich das in der Welt einmalige Schmuckmuseum, mit Originalen aus fünf Jahrtausenden, das Technische Museum, ein Mineralienmuseum und die Edelsteinausstellung.

Durch das Nagoldtal geht es weiter bis zum heilklimatischen Kurort Schömberg. Die Attraktion des auf einem Hochplateau liegenden Ortes ist das "Höhenwellenbad" mit Wasserrutsche. Das nächste Ziel auf der Hauptstrecke ist Bad Liebenzell mit dem bekannten Mineralwasser. Entspannend sind die Sauna-Anlage "Pinea" und die Dampfgrotte im Paracelsusbad. Weiter entlang der Nagold aufwärts ist der Teilort Hirsau, dessen Klosterruine und die über 900 Jahre alte Aureliuskirche von großer Vergangenheit künden. Hirsau gehört zur Kreisstadt Calw und in einem der schönen Fachwerkhäusern im Altstadtkern wurde Hermann Hesse geboren. (Sehenswert das Hermann Hesse Museum). Im Juli und August finden in Calw die Klosterspiele und anspruchsvolle Konzerte statt.

In einem Seitental liegt das traditionsreiche Heilbad Bad Teinach-Zavelstein mit modernen Kureinrichtungen. In der Dreifaltigkeitskirche ist die "Kabbalistische Lehrtafel" sehenswert und die St. Candidus Kirche ist die älteste Kirche in Süddeutschland. Zauberhaft ist die Krokusblüte im Frühjahr. Ein lohnender Abstecher ist der Besuch von Neubulach. Sehr interessant ist eine Führung durch das Silberbergwerk "Hella Glück", in dem auch erfolgreich Asthma therapiert wird. Weiter durch das Teinachtal erreicht man Neuweiler, hier lohnt sich der Gang ins Heimatmuseum. Zu besichtigen gibt es Gegenstände, die zur Arbeit in vergangenen Tagen in Haus, Hof und Wald verwendet wurden.

Nagold liegt am Zusammenfluss von Nagold und Waldach und hat einen schönem Stadtkern. Sehenswert ist die Burgruine Hohennagold und die über 1000jährige Remigiuskirche, sowie Nagolds Wahrzeichen "der Alte Turm". Weiter geht die Route zum Städtchen Altensteig, das auch eine Ruhepause wert ist: "Historischer Weg", Altes Schloss und Stadtmuseum. Das nächste größere Ziel ist Freudenstadt, zu erreichen über Pfalzgrafenweiler (mit Deutschlands höchsten Tannen) und Dornstetten mit seinem 2600 Meter langem Barfußpark. In
Freudenstadt mit seinem unverwechselbaren Marktplatz, der von Arkaden gerahmt ist, wird Gesundheit groß geschrieben: Panoramabad, Fichtennadelbad und Bewegungstherapie. Zu besichtigen gibt es das Besucherbergwerk "Friedrichs-Fundgrube".

Versteckt in einem kleinen, idyllischen Seitental liegt Bad Rippoldsau-Schapbach. Das kleine Mineral- und Moorbad ist das höchstgelegene im Schwarzwald. Zu bestaunen sind dort der Glaswaldsee, ein so genannter "Karsee", ein Relikt aus der Eiszeit. Solche eiszeitlichen Schätze gibt es auch in Baiersbronn, einen Ort, den man schon mehr als Ferienland bezeichnen darf. In den Hochtälern Mitteltal, Obertal und Tonbach liegen die weithin bekannten Gourmet-Restaurants. Klosterreichenbach mit seiner Klosterkirche der Zisterzienserabtei, liegt direkt an der Schwarzwald-Bäderstraße. Nun steigt die Route bis zur Hochfläche Seewald-Besenfeld stetig an. Hier liegen reizvolle kleine Ortschaften fast wie Waldinseln. Die Nagold-Quelle, Flößerseen und die Riesenrutschbahn liegen auf dem Weg nach Enzklösterle, einem lebendigen Ort im Enztal: lebensgroße Weihnachtskrippen-Ausstellung, Ausstellung "vom Holzfällerdorf zum Luftkurort", Darstellung der alten Waldberufe (Köhler/Flößer), Rußhütte und Kohlenmeiler. In der Nähe liegen der Wildsee und Hohlohsee mit urweltlich anmutenden Hochmooren.

Durch das Tal der großen Enz erreicht man nach wenigen Kilometern die Thermen von Bad Wildbad mit seinem "Palais Thermal". Genießer der hohen Badekultur des Orients kommen beim Besuch dieses Bades im maurischen Stil ins Schwärmen. Für Sportliche gibt es auf dem Sommerberg einen "Bikepark". Auf 720 Meter Höhe erreicht man das auf dem gleichnamigen Höhenrücken gelegene
Dobel. Wie eine Sonneninsel liegt der heilklimatische Kurort inmitten ausgedehnter Wälder mit hoher Sonnenscheindauer, Nebel- und Fönfreiheit. In einer schönen Waldstrecke windet sich die Strasse hinunter ins Albtal nach Bad Herrenalb, dem traditionsreichen Heilbad. Die neu gestaltete "Siebentäler-Therme" mit dem Prießnitz-Spa ist ein multimediales Wohlfühl- und Gesundheitserlebnis. Abends wird das Thermalbad zur Klangtherme. Das Licht und die Musik sind im Raum, sowie direkt im körperwarmen Wasser. Sehenswert ist auch das Spielzeug-Museum, mit Puppenstuben aus der Biedermeier- und Gründerzeit und die in unmittelbarer Nähe befindliche Klosterkirche.

In einer Westschleife führt die Bäderstraße nun über eine aussichtsreiche Hochstrecke wieder ins
Murgtal nach Gernsbach mit historischer Altstadt, Brunnen und Stadtbefestigung. Über den Dächern der Murgtalstadt liegt mitten in den Weinbergen das Schloss Eberstein.

Höhepunkt auf der Route der Schwarzwald-Bäderstraße ist zweifellos
Baden-Baden.

Von hier wendet sich die Route wieder ostwärts und zwar murgaufwärts auf die Stadt Gaggenau-Bad Rotenfels zu. Mittelpunkt ist das Badezentrum "Rotherma", ein Badevergnügen besonders für junge Leute. Landschaftlich sehr reizvoll ist die Höhenstrecke und der Weg durch die Moosalb bis ins Albtal hinein nach Waldbronn, einem modernen Kurort mit Thermalbad, Eislaufhalle, Tennis und Tauchschule. Die letzte Station des Rundkurses, bevor man wieder am Ausgangspunkt in Pforzheim angelangt ist, heißt Neuenbürg. Hier darf man sich auf keinen Fall das aufwendig und liebevoll gestaltete "Regionalmuseum Nordschwarzwald" im Schloss mit der außergewöhnlichen Inszenierung "Das kalte Herz" von Wilhelm Hauff entgehen lassen. Danach lohnt sich eine Führung durch den Besucherstollen des ehemaligen Silber-Bergwerkes "Frisch-Glück".


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