Prädikatisierte Orte in Baden-Württemberg

 Heilbäder:
Baden-Baden, Bad Herrenalb, Bad Liebenzell, Bad Rippoldsau-Schapbach, Bad Teinach-Zavelstein, Bad Wildbad

 Heilklimatische Kurorte:
Bad Herrenalb (400 bis 700 m), Baiersbronn - Obertal-Buhlbach (700 m), Dobel (720 m), Freudenstadt (700 bis 1000 m), Schömberg (650 m)

 Kneippkurorte:
Freudenstadt, Schönmünzach-Schwarzenberg (Ortsteil von Baiersbronn), Schömberg

 Orte mit Heilquellenkurbetrieb:
Gaggenau-Bad Rotenfels, Busenbach/Reichenbach (Ortsteile von Waldbronn)

 Ort mit Heilstollenkurbetrieb:
Neubulach

 Luftkurorte:
Alpirsbach; Altensteig; Berneck (Ortsteil von Altensteig); Neusatz, Rotensol (Ortsteile von Bad Herrenalb); Bad Liebenzell; Monakam (Ortsteil von Bad Liebenzell); Schapbach (Ortsteil von Bad Rippoldsau-Schapbach); Zavelstein (Ortsteil von Bad Teinach-Zavelstein); Calmbach (Ortsteil von Bad Wildbad); Baiersbronn; Klosterreichenbach, Obertal-Buhlbach, Mitteltal, Schönmünz, Schönmünzach-Schwarzenberg, Tonbach (Ortsteile von Baiersbronn); Bühlertal; Hirsau (Ortsteil von Calw); Dornstetten; Hallwangen (Ortsteil von Dornstetten); Enzklösterle; Forbach; Lauterbad, Kniebis, Zwieselberg (Ortsteile von Freudenstadt); Gernsbach; Glatten; Höfen; Lossburg; Waldprechtsweier (Ortsteil von Malsch); Neubulach; Pfalzgrafenweiler; Herzogsweiler, Kälberbronn (Ortsteile von Pfalzgrafenweiler); Langenbrand (Ortsteil von Schömberg); Simmersfeld; Besenfeld (Ortsteil von Seewald); Lützenhardt (Ortsteil von Waldachtal); Wildberg

Erfahren Sie mehr über die vielfältigen Angebote aller Kurorte und Heilbäder in Baden-Württemberg.
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Bäder wie Perlen auf einer Schnur

Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich Bäder und Kurorte am Westrand des Schwarzwaldes aber auch am Ostrand der Vogesen. Sie verdanken ihre Entstehung besonderen Quellen. Einige davon sind Thermen (warme Quellen), andere Mineralquellen, die Eisen, Schwefel, Salze enthalten, Stoffe, denen bei bestimmten Erkrankungen heilende Wirkung zugeschrieben wird.

Dass diese Quellen gerade an den beiden Rändern des Oberrheinischen Tieflands aus der Erde sprudeln, hat seinen Grund: Hier verlaufen die Bruchstellen oder Verwerfungen, die sich bildeten, als der Oberrheingraben entstand.

Im letzten Jahrhundert zählte man allein auf badischer Seite 60 Heil- und Thermalquellen. Einige sind inzwischen versiegt, andere statt dessen aufgebrochen. Es kann vorkommen, dass eine Gemeinde plötzlich von der Natur beschenkt wird und daß sich ihr Dasein damit völlig verändert.

Im Jahre 1955 wurden in dem Dörfchen Bellingen (Kreis Müllheim) Bohrungen durchgeführt. Dabei stieß man auf Wasser, das eine Temperatur von 38,4°C aufwies. Heute nennt sich der Ort "Bad Bellingen" und ist über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt.

Seit 1985 besitzt Bruchsal einen Schacht mit dem heißesten Wasser, das man bis jetzt in Deutschland angebohrt hat. In einer Tiefe von 2542 m (!) hat es eine Temperatur von 129°C. Es würde verdampfen, wenn es nicht unter so hohem Druck stünde. Noch an der Oberfläche ist es fast kochend heiß (96-98°C). Zum Vergleich: Die wärmste Quelle Baden-Badens hat 68°C.

Quelle: Hermann Burkhardt u.a., Baden-Württemberg, Eine Heimat- und Landeskunde, Stuttgart 1988, S. 121


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