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Jewgenij
Kissin
Kissin
gilt als einer der großen Pianisten unserer
Zeit. Seit seinem legendären Erstauftritt mit
den Berliner Philharmonikern unter der Leitung
Herbert von
Karajans ist er
auf allen internationalen Konzertbühnen
bejubelt worden.
Während
andere in seinem Alter (er vollendete kürzlich
sein 30. Lebensjahr) noch von einer Karriere
träumen, hat Kissin in der Klassikszene
bereits alles erreicht, was man als Pianist
erreichen kann.
Obwohl sein Stil, seine beeindruckende Technik und
sein Anschlag oft mit denen der russischen
Tastenlegenden Horowitz, Rubinstein und Richter
verglichen werden, besitzt Kissin eine eigene
pianistische Persönlichkeit.
Durch seine interessanten Programme und sein
Engagement im Bereich der Kammermusik hat Kissin
erreicht, sich vom Ruf des "Tastenlöwens" zu
lösen. Das Programm, das er im Festspielhaus
präsentierte, ist dafür ein gutes
Beispiel. Dem zweiten Teil des Konzerts, in dem
Kissin mit Werken Liszts seine
Virtuosität unter Beweis stellte, stand im
ersten Teil die letzte Sonate Franz Schuberts in
B-Dur gegenüber, die vor allem große
Ausdruckskonzentration und Sensibilität vom
Pianisten erfordert.
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