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Die alemannische Fastnacht


Schon 1483 wird von der Herrenfastnacht des deutschen Adels berichtet, zu der Philipp I. viele geistliche und weltliche Würdenträger nach Offenburg eingeladen hatte. Dass die Fastnacht auch vom gemeinen Volk gern und ausgiebig gefeiert worden sein muss, lässt sich unschwer aus den vielen kirchlichen Verboten erkennen. Urkundlich wird sie erstmals 1726 erwähnt. Um 1900 organisierten sich die ersten närrischen Vereine. Von Bällen wird berichtet und von Fastnachtsspielen. Immer neue Gruppen und Figuren entstehen. Jeder Ort hat seine Besonderheiten. Alle Jahre wieder findet in Offenburg und anderswo die Fasnetszeit mit ihrer ausgelassenen Fröhlichkeit statt, ihrem bunten Treiben und ihren Umzügen. Es gibt unzählige verschiedene Figuren, entsprungen aus alten Traditionen, am bekanntesten sind wohl die Hexen mit ihren krummnasigen, spitzkinnigen und brolläugigen Masken. Sie vollführen die tollsten Besensprünge und zelebrieren ihr gespenstisch-teuflisches Hexenritual. Fröhliche Angst und heiteren Schrecken verbreitend, fahren sie auf ihren Besen in die Menge und den kreischenden Frauen ins Haar. Mit fester Hand greifen sie sich hier und da ein Opfer heraus, mag es sich noch so wehren, und sperren es in ihren hölzernen Käfig.
Wenn Sie in der Fastnachtszeit in Baden-Baden sind, dann sollten Sie dieses Spektakel nicht versäumen. Fast in jeden Ort um Offenburg finden Straßenumzüge statt.

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Unser Buchtipp zu diesem Thema:

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Schwäbisch-alemannische Fasnet in alten Bildern - Neue Funde
von Wulf Wager
128 Seiten, 350 teilweise farbig gedruckte Abb., fester Einband, Silberburg-Verlag

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