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BADEN-BADEN
Umgebung
Colmar
eine
Stadt wie aus dem Bilderbuch
Colmar liegt im
Herzen des Elsass und ist eines der Highlights der
elsässischen Weinstraße. Ohne
Übertreibung kann man feststellen dass Colmar
die "elsässischste" aller Städte der
Region ist. Selbst im an malerischen und
pittoresken Orten so reichen Elsass nimmt Colmar
einen besonderen Platz ein.
So kommt man hin:
Von Baden-Baden aus
erreicht man Colmar über Straßburg in ca.
1,5 Stunden. Colmar und Straßburg sind durch
eine Schnellstraße verbunden (ca. 70 km).
Stadtrundgang:
Zu einem Spaziergang durch die
"Bilderbuch-Altstadt" von Colmar sollten Sie sich
unbedingt Zeit lassen. Zwischen dem Gerberviertel
und dem Unterlindenplatz können Sie entlang
den Straßen und Gassen die zum Teil reich
dekorierten Kaufmannshäuser bewundern: z. B.
das 1537 erbaute Pfisterhaus (Ecke rue des
Marchands/rue Mercière) oder das
berühmte Kopfhaus (rue des Têtes) mit
106 steinernen Kopfmasken, 1604 erbaut. Sehenswert
ist auch das alte Zollhaus, die "Ancienne Douane",
von den Einheimischen "Koifhus" genannt. Wollen Sie
keine der vielen, schönen Fassaden verpassen,
so sollten Sie beim Office du Tourisme einen
Stadtführer kaufen oder sich einer
Stadtführung anzuschließen, die auch in
deutscher Sprache durchgeführt wird.
Beim Rundgang durch die Stadt sind auch die vielen
traditionellen Laden- und Wirtshausschilder
beachtenswert. Die auffälligen, phantasievoll
gestalteten, reich verzierten Schilder weisen auf
den Charakter eines Geschäfts oder eines
Berufszweiges hin. In früheren Jahrhunderten
dienten sie auch zur Orientierung, weil es keine
Straßenschilder und Hausnummern gab.
Ruhiger als im historischen Zentrum geht es im
Gerberviertel, im südöstlichen Teil der
Stadt, zu. Dieses Viertel einschließlich des
Fischerstadens (Quai de la Poissonerie) und der
Krutenau wurde in den letzten Jahren renoviert.
Hier sehen Sie die typischen schmalen, hohen
Häuser, in denen die Gerber vom 16. bis 18.
Jahrhundert ihr Handwerk ausübten.

An einem Kanal des Flüsschens Lauch ist ein
Spazierweg angelegt, der durch den wohl
malerischsten Teil von Colmar führt:
"Klein-Venedig" (La Petite-Venise). Bis zur
Petersbrücke (Pont Saint-Pierre) können
Sie auch entlang der Kanäle mit dem flachen
Boot fahren. Auf diesem Weg transportierten
früher die Gemüsebauern der Umgebung ihre
Ware zum Markt in die Stadt. Bootsfahrten
können Sie im Office du Tourisme buchen, wo
man auch Deutsch versteht und spricht.
Sehenswürdigkeiten:
Das Unterlindenmuseum (ca 325000 Besucher
jährlich) ist im ehemaligen
Dominikanerinnenkloster untergebracht. Sehen Sie
Plastiken aus der Romanik und Gotik, Gemälde
rheinischer Künstler aus dem 15. und 16.
Jahrhundert sowie eine Sammlung elsässischer
Volkskunst und moderner französischer
Kunst.
Weltberühmt ist der "Isenheimer Altar" von
Matthias Grünewald (1470 - 1530), der
ursprünglich für das Antoniterkloster im
nahegelegenen Isenheim gemalt wurde. Obwohl dieses
Werk allein schon den Besuch des Museums lohnt,
sollten Sie sich auch für die übrige
hochwertige Sammlung (darunter Werke Martin
Schongauers) genügend Zeit nehmen.
Das Museum ist geöffnet von April bis Oktober:
zwischen neun und zwölf sowie 14 und 18 Uhr;
von November bis März: zwischen 9 und 12 sowie
14 und 17 Uhr (außer dienstags).
Das Bartholdi-Museum ist einem Sohn der Stadt
gewidmet: Der Bildhauer August Bartholdi (1834 -
1904) schuf unter anderem auch zahlreiche
Denkmäler für viele Städte in
Frankreich und für seine Heimatstadt. Er hat
auch die Freiheitsstatue von New York entworfen.
Das Museum ist Januar und Februar geschlossen,
ansonsten täglich außer dienstags von 10
bis 12 und von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Das Spielzeugmuseum (Musée Animé du
Jouet et des Petits Trains, 40 rue Vauban) ist
eines der schönsten und umfangreichsten seiner
Art in ganz Frankreich. Es ist täglich
außer dienstags von 10 bis 12 und von 14 bis
18 Uhr geöffnet.
Die Dominikanerkirche aus dem 14. Jahrhundert
besitzt sehenswerte Fenster. Doch die meisten
Besucher kommen wegen eines berühmten
Gemäldes, das im Chor der Kirche zu sehen ist:
"Maria im Rosenhag", ein Tafelbild des Colmarer
Malers Martin Schongauer. Die Kirche ist von
Palmsonntag bis Mitte November täglich
geöffnet.
Die ehemalige gotische Stiftskirche St. Martin, in
Colmar auch Martinsmünster genannt, ist der
größte Sakralbau der Stadt. Am
Münsterplatz steht außerdem das
älteste Haus Colmars, das "Haus Adolph" und
die "Alte Stadtwache".
Ausflüge in die Umgebung
Von Colmar sind viele Ausflugsziele in den Vogesen
und entlang der elsässischen Weinstraße
schnell und auf schönen Straßen zu
erreichen. In den nahen Tälern von "Weiss" und
"Fecht" liegen so bekannte Weinorte wie Kaysersberg
oder Turckheim, wo am späten Abend der
"letzte" und "einzige" Nachtwächter des Elsass
seine Runden geht.
Touristische Informationen
Office du Tourisme (Verkehrsamt), 4 rue des
Unterlinden, F 68000 Colmar, Tel.: 0033 / 89 20 68
92, Fax: 0033 / 89 41 34 13
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Straßburg
Susanne Tschirner
120 Seiten,
Dumont Reiseverlag
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