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Fee Schlapper
Porträtfotografie 1952 -
1997
Einheimischen und Gästen Baden-Badens
dürfte er noch gut in Erinnerung sein, der
Schaukasten zwischen Leopoldsplatz und Palais
Hamilton, woraus die Passanten immer ein Mensch
anblickte. Dieser Mensch faszinierte, weil sein
Porträt so gar nichts gemein hatte mit den
gewohnten Porträtfotos des jeweiligen
Zeitgeists.
Die Information: "Verabredung nach telefonischer
Vereinbarung", die Sandra Ulrichskötters
geschriebenes Porträt der eigenwilligen
Fotografin Fee Schlapper einleitet, fand sich
ebenfalls in diesem Schaukasten.
Komprimiert und fesselnd beleuchtet die Autorin die
Arbeitsweise und das Leben der jüngsten
Tochter Ernst
Schlappers, des ersten
Nachkriegs-Oberbürgermeisters der Kurstadt.
Fotografierbegeisterte finden in diesem Aufsatz den
einen oder anderen Hinweis, wie beispielsweise die
Berücksichtigung der Diagonale oder den
"Goldenen Schnitt". Fotoliebhabern wird der Grund
zu dieser Art der Fotografie verdeutlicht.
Beide, sowohl Fotografierbegeisterte als auch
Fotoliebhaber, können sich danach von der
Kunst Fee Schlappers beim Betrachten der Aufnahmen
aus 45 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild
machen und die eine oder andere Persönlichkeit
entdecken. Prominente wie Yehudi Menuhin, Ludwig
Erhard oder Egon
Eiermann zählen ebenso dazu wie
Privatpersonen, die teilweise mehrfach in
verschiedenen Lebensaltern porträtiert
wurden.
Fee Schlappers eigene Gedanken zu ihren
"Porträts über die Zeit" und biografische
Daten runden diesen immer wieder zum Betrachten
einladenden Bildband ab, zu welchem zu bemerken
ist, dass dem Wahlspruch des Verlags "Zaubern auf
weißem Papier" mehr als gerecht geworden
ist.
Das Buch ist im Steidl Verlag erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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