|
Bernhard II. von Baden
(1428/29-1458)
Auf Burg Hohenbaden, dem damaligen Stammsitz der
badischen Markgrafen, wurde Bernhard als zweiter
Sohn Markgraf Jakobs I. und dessen Gemahlin
Katharina von Lothringen geboren. Sein genaues
Geburtsdatum ist unbekannt.
Jakob I., der von 1431 bis 1453 regierte, sorgte
unter anderem dafür, dass der Badener
Pfarrkirche als Stiftskirche ein höherer Stellenwert
eingeräumt wurde und stiftete das Kloster
Fremersberg.
Das markgräfliche Haus war von tiefer
Religiosität und großem
Verantwortungsbewusstsein gegenüber den
Familienmitgliedern und seinen Untertanen
geprägt. Der strenge und gerechte Landesherr
Jakob I. hielt sich an die Vorgaben seines Vaters
und Onkels, die vertraglich festgehalten hatten,
dass die Markgrafschaft nie unter mehr als zwei
männlichen Erben aufzuteilen sei, und sah
deshalb eine standesgemäße Erziehung zu
Landesfürsten für seine Söhne Karl
und Bernhard vor. Sie wurden sehr sorgfältig
für ihre spätere Aufgabe ausgebildet und
in diesem Zusammenhang auch an befreundete
Fürstenhöfe geschickt. Die jüngeren
Söhne, Johannes, Georg und Marcus, sollten
geistliche Ämter übernehmen, um in ihrem
späteren Leben versorgt zu sein. Sie wurden
bereits im Jahr 1445 in jugendlichem Alter in der
St. Ullrichs-Kapelle der Burg Hohenbaden vom
Generalvikar von Speyer in den geistlichen Stand
aufgenommen. Georg kehrte kurzfristig ins weltliche
Leben zurück, verschrieb sich im Jahre 1454
jedoch wieder dem geistlichen Leben. Johannes wurde
später Erzbischof von Trier, Georg Bischof von
Metz und Marcus Bischof von Lüttich. Die von
zwei Schwestern überlebende Margaretha
heiratete 1445 den Markgrafen Albrecht von
Brandenburg-Ansbach.
|