|
Baden-Badens
Spitzenposition im regionalen Wanderungsgeschehen
Baden-Württembergs
Das
Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat
das regionale Wanderungsgeschehen im Zeitraum 1997
bis 2006 untersucht und im Februar 2008 das
Ergebnis vorgestellt.
Während dieser zehn Jahre sind 293000 Personen
mehr eingewandert als das Land verlassen haben.
In relativen Zahlen gemessen, nimmt der kleinste
Stadtkreis Baden-Württembergs, nämlich
Baden-Baden, mit 9,2 Prozent Zuwachs durch
Zugezogene den Spitzenplatz innerhalb der 44
beobachteten Land- und Stadtkreise ein, gefolgt vom
Stadtkreis Freiburg (7,3 Prozent) und dem Landkreis
Konstanz (5,8 Prozent).
Absolut betrachtet sind 4900 mehr Menschen in die
Kurstadt gezogen als diese verlassen haben, was der
Stadt beim Vergleich der Absolutzahlen den zweiten
Platz in der zweiten Hälfte der Datentabelle
eingebracht hat. Die Landkreise Karlsruhe (19600),
Rhein-Neckar-Kreis (17700) und Heilbronn (15800)
führen hier die Saldoliste der Zu- und
Abwanderungen an.
Das Statistische Landesamt erläutert, dass die
Ursachen der an den Zahlen ablesbaren
Entwicklungsunterschiede vielschichtig seien. So
spielen regionale Arbeitsplatzangebote ebenso eine
Rolle wie beispielsweise die so genannten "weichen
Standortfaktoren“ Attraktivität der Landschaft
und allgemeine Lebensqualität, wovon bei der
"Altersruhesitzwanderung“ vor allem der Landkreis
Breisgau-Hochschwarzwald, der Bodenseekreis und der
Stadtkreis Baden-Baden profitieren.
Bemerkenswert ist, dass der Landkreis Sigmaringen,
dessen Sitz sich in der gleichnamigen Stadt
befindet, deren Stadtchef bis zum Frühjahr
2006 der jetzige Baden-Badener
Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner gewesen
ist, sowohl in der Auflistung der absoluten als
auch der relativen Zuzugszahlen auf dem vorletzten
Platz rangiert. Von dort sind im
Beobachtungszeitraum 300 Menschen abgewandert, was
einen Schwund von 0,2 Prozent ausmacht.
Mehr zum
Thema:
Arbeiten und Wohnen in
Baden-Baden
Familienatlas
|