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Zahl der Übernachtungen in Baden-Württemberg steigt 2007 auf 42,4 Millionen - Gegenüber 2006 Plus von 3,8 Prozent oder 1,5 Millionen Übernachtungen

(Stuttgart, 14. Februar 2008) Die seit Herbst 2004 leicht positive Tendenz des baden-württembergischen Tourismusgewerbes setzte sich im Jahr 2007 verstärkt fort. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Gäste der heimischen Beherbergungsbranche (Beherbergungsstätten mit mehr als acht Betten sowie Reiseverkehrscamping) gegenüber dem bisherigen Spitzenergebnis aus dem Jahr 2006 nochmals um 4,5 Prozent oder 0,7 Mill. auf den neuen Rekordwert von 16 Mill. Personen. Die für das Tourismusgewerbe letztlich entscheidende Übernachtungszahl erhöhte sich wegen des weiter anhaltenden Trends zu kürzeren Aufenthalten etwas schwächer um 3,8 Prozent oder 1,5 Mill. auf knapp 42,4 Mill. Dies ist das beste Ergebnis seit 1991 und 1992, als jeweils über 43 Mill. Übernachtungen gezählt worden waren. Abweichend von den Vorjahren gingen die positiven Impulse diesmal vor allem von den Inlandsgästen aus, deren Übernachtungen sogar um 4,1 Prozent zulegten. Bei den ausländischen Gästen entwickelten sich die Übernachtungen mit einem Zuwachs um 2,4 Prozent zwar erstmals seit 2002 wieder schwächer als bei den Inländern. Dies ist aber gleichwohl bemerkenswert, da der Vergleichswert aus dem Vorjahr im Zusammenhang mit der Fußball-WM besonders hoch ausfiel.

Im Jahresverlauf 2007 lagen die Übernachtungen in jedem Monat über dem jeweiligen Vorjahresergebnis. Besonders kräftig um jeweils mehr als 5 Prozent stiegen sie zum traditionellen Saisonhöhepunkt in den Hochsommermonaten Juli und August. Dies deutet darauf hin, dass das Land im vergangenen Jahr vor allem wieder bei den klassischen Erholungsurlaubern verstärkten Zuspruch fand. Auch in den anderen Aufgliederungen in regionaler Hinsicht sowie nach Betriebsarten dominierten die Übernachtungszuwächse eindeutig. Einzig die Gemeindekategorie der Heilklimatischen Kurorte musste mit einem Rückgang um 2,8 Prozent ein Minus verbuchen. Dem stand aber in den Erholungsorten ein kräftiger Zuwachs um 7,4 Prozent gegenüber. Insgesamt aber schnitten die Gemeinden mit einem touristischen Prädikat mit einem Übernachtungszuwachs um 2,8 Prozent erneut etwas schwächer ab als die Gemeinden ohne Prädikat (+4,9 Prozent). Unter den Reisegebieten stach 2007 vor allem der Bereich Neckar-Hohenlohe-Schwäbischer Wald mit einem sogar zweistelligen Übernachtungszuwachs um 10,4 Prozent hervor. Allerdings konnten auch andere Gebiete wie Neckartal-Odenwald-Madonnenländchen (+7,2 Prozent), Hegau (+6,3 Prozent), Württembergisches Allgäu-Oberschwaben (+6,2 Prozent), der baden-württembergische Teil des Taubertals (+5,6 Prozent) sowie die Schwäbische Alb (+5,3 Prozent) kräftig zulegen. Mit einem Zuwachs um 2,6 Prozent schnitt der Schwarzwald als weiterhin wichtigstes Reiseziel des Landes erneut leicht unterdurchschnittlich ab. Dies traf 2007 auch für das Reisegebiet Mittlerer Neckar (+2,5 Prozent) zu, das sich jahrelang überdurchschnittlich entwickelt hatte. Dies ist aber insbesondere dem Umstand geschuldet, dass diese Gegend 2006 besonders von der Fußball-WM profitiert hatte.

Abweichend von den Vorjahren legte die klassische Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) 2007 bei den Übernachtungen mit einem Plus von 2,7 Prozent etwas schwächer zu als das gesamte Gewerbe. Um 5,2 Prozent und damit deutlich stärker stiegen die Übernachtungen in der sog. Parahotellerie, zu der beispielsweise Jugendherbergen, Campingplätze oder Ferienwohnungen zählen. Auch dies kann als Indiz für einen verstärkten Zuspruch klassischer Erholungsurlauber gewertet werden. Besonders erfreulich war jedoch die Entwicklung beim langjährigen Sorgenkind der Brache, den Vorsorge- und Reha-Kliniken: Nach sechs Jahren mit teils kräftigen Rückgängen nahmen die Übernachtungen 2007 erstmals wieder zu, und zwar kräftig um 6,1 Prozent und mit sogar noch steigender Tendenz im Jahresverlauf.

Baden-Baden hat vom Übernachtungszuwachs nicht profitiert.

Laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg hatte Baden-Baden 2007 nur 0,2 Prozent mehr Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr.

Die Baden-Badener Tourismus-Chefin äußert indes: "Wir meinen, dass Baden-Baden gut im Trend liegt." (BNN, 16.02.2008), und der Bezirksvorsitzende der Dehoga, Hans Schindler, will schon bald "mal endlich eine acht da vorne sehen". Mittelfristiges Ziel ist nach seinen Worten gar die Millionenmarke, die durchaus erreichbar sein müsste. (BNN 21.2.2008)
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Mit einer "gezielten Nischenwerbung" möchte die Stadtvermarkterin Goertz-Meißner dem Rückgang der US-amerikanischen Gästen langfristig entgegenwirken (BT 21.2.2008). Man kann ihr nur wünschen, dass Sie geeignete Nischen "entdeckt".

Im Februar 2007 beschloss Goertz-Meissner, dass nun
Indien ein interessanter Zukunftsmarkt sei. Man wolle im Laufe des Jahres mit gezielter Werbung an den Markt gehen und die Verbindungen Baden-Badens mit Indien in den Vordergrund stellen. Anscheinend hat dies nicht geklappt, denn Inder waren auf der Übernachtungsstatistik 2007 nicht auzumachen.

Freiburg gewinnt.

Die Zahl der Übernachtungen ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Freiburg gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2006 nochmals um 14,5 % auf 1130407 gestiegen. Damit lagen Freiburgs Übernachtungszahlen deutlich über dem Landesschnitt von plus 3,8 % und dem Schwarzwald-Tourismus mit einem Plus von 2,6 %. Nicht nur im Vergleich zum Land, sondern auch gemessen an den direkten Mitbewerbern unter den Städten schneidet Freiburg sehr gut ab. In Bezug auch die Übernachtungen mit einem Plus von – bereinigt – knapp 11 % gegenüber Heidelberg (+1,2 %), Stuttgart (+0,5 %) und Baden-Baden (+0,2 %).

Entwicklung der Übernachtungen in Baden-Baden
1990-2007

(Zahlen: Baden-Baden Marketing)

1990

877.394

1991

868.467

1992

832.034

1993

750.363

1994

765.112

1995

771.749

1996

726.433

1997

703.158

1998

743.311

1999

736.801

2000

782.100

2001

751.721

2002

748.456

2003

729.445

2004

756.067

2005

752.359

2006

780.389

2007

785.968


 

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