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Gedenkfeier
zur Reichspogromnacht
10.
November 2008
Alter Rastsaal im Rathaus, Marktplatz 2
Beginn: 19.00 Uhr
Die Gedenkfeier des Jahres 2008 zur Reichspogromnacht des Jahres
1938, zu
welcher der Baden-Badener Oberbürgermeister
eingeladen hat, stellt das Schicksal der
Baden-Badener Bürgerinnen und Bürger, die
dem Terror der Diktatur der Nationalsozialisten zum
Opfer gefallen sind, in den Mittelpunkt. Wie es
jedem einzelnen dieser Menschen ergangen ist,
werden Angehörige, die aus den USA und den
Niederlanden angereist sind, aber auch
Schülerinnen und Schüler, die sich mit
deren Leben und Leiden für den "Arbeitskreis Stolpersteine
Baden-Baden"
auseinandergesetzt haben, berichten.
Peter Steinbach, Historiker, wissenschaftlicher
Leiter der Berliner Gedenkstätte Deutscher
Widerstand und Buchautor, wird
mit dem anspruchsvollen moralischen Imperativ:
"Die Not
in den Augen der Anderen sehen...!"
und seinem auf profunder Geschichtskenntnis
beruhendem Vortrag, den steinigen Weg bis zur
Kranzniederledung am Gedenkstein vor dem als
Alte
Polizeidirektion
bekannten Gebäude, den die Opfer nehmen
mussten, beginnen. Der Weg führt über
jeden der am 4. November verlegten Stolpersteine.
Musikalisch umrahmt wird die Gedenkfeier vom
Klarinettisten Patrick Hollich, der im
Bundesjugendorchester der Bundesrepublik
Deutschland das von Giora Feidman so virtuos
für die Aussöhnung zwischen Mitmenschen
jüdischen Glaubens und den Bundesbürgern
eingesetzte Instrument spielt.
Am Abend zuvor wird zwar nicht gleichzeitig aber
dennoch mit Musik "die Melodie 'vorgedacht' und das
Gespielte oder Gesungene 'zurückgehört',
um die Intonation zu festigen" - so die Antwort aus
dem Festspielhaus auf die Frage, woher der Dank
für eine Einschätzung komme, die noch
nicht bekannt sei - im Theater an die Opfer
erinnert. Die Gesellschaft der Musikfreunde
Baden-Baden e.V. lädt zum
'Zurückhören' ein. Um 17.00 Uhr beginnen
die Klarinettistin Shirley Brill und der Pianist
Jonathan Ane Kompostionen Johannes Brahms', Paul
Ben Hains, und Felix Mendelssohn
Bartholdys und
weiterer Komponisten zum 'Zurückhören' zu
intonieren.
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