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Orientierungshilfe
für Kinder und Jugendliche:
Der
Kinderstadtplan Baden-Baden
Kinder
sollen von klein auf erleben, dass ihre Anliegen
von ihrem Umfeld ernst genommen werden und dass
Erwachsene nicht nur über sie, sondern auch
mit ihnen diskutieren. Ein Kinderstadtplan ist
hierfür ein guter Ansatzpunkt, dies
insbesondere, wenn er unter Beteiligung von Kindern
entsteht. Denn: Ausgangspunkt für die
Erstellung eines Kinderstadtplans ist immer eine
kommunale Bestandsaufnahme zu Angeboten für
Kinder und Jugendliche. Auf diese Weise werden
sowohl Stärken als auch Defizite der Angebote
in der betreffenden Stadt ins Bewußtsein
gerückt.
Der Kinderstadtplan Baden-Baden ist als
Orientierungshilfe für Kinder und Jugendliche
konzipiert. Sie sollen sich in ihrer Stadt
zurechtfinden und über Freizeitangebote,
wichtige Treffpunkte und Gefahrenquellen im
Straßenverkehr ihrer Stadt informiert sein.
Bei der Erstellung des Baden-Badener
Kinderstadtplans waren von Anfang an Kinder und
Jugendliche beteiligt.
Der Baden-Badener Kinderstadtplan verzeichnet z.B.
Kletterbäume, Skatertreffs, Drachenwiesen,
Rodelwiesen, Jugendtreffs, Büchereien,
Sportplätze, das Stadion,
Basketball-/Streetballplätze,
Spielplätze, Kindergärten, Schulen,
Musikschulen, Jugendherbergen, Krankenhäuser,
Kinos, Ruinen, Wildgehege, Grillplätze,
Kirchen, das Rathaus, Museen, den Bahnhof, die
Feuerwehr, Polizeidienststellen, Bolzplätze,
Skaterbahnen, Inlineskatingrouten, Hallen- und
Freibäder, Lern- und Spielstuben,
Bushaltestellen, Tischtennisplatten,
Boule-/Bocciaplätze,
Beach-Volleyballplätze,
Tennisplätze/-hallen und
Klettermöglichkeiten.
Außerdem wurde für den Kinderstadtplan
ein Verzeichnis sämtlicher Vereine, Schulen,
Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinder-
und Jugendeinrichtungen, sämtlicher
kirchlicher Kinder- und Jugendgruppen,
Büchereien, kultureller Einrichtungen und
Museen erstellt.
In Baden-Baden wurden Grundschulkinder der dritten
oder vierten Klasse - insgesamt an die 400
Schüler - als Experten in eigener Sache an den
Vorarbeiten zum Kinderstadtplan beteiligt. Kinder
im Grundschulalter sind hierfür besonders
geeignet: Der jeweilige Schulbezirk ist auch die
unmittelbare und vertraute Lebenswelt der Kinder.
Stadterkundung und Kartografie sind im Lehrplan
dieser Klassenstufen enthalten. Gemeinsam mit den
Schülern wurde über die Inhalte des
Kinderstadtplans entschieden. Die Kinder zeigten,
wo sie Gefahrenquellen im Straßenverkehr
sehen, wo sie sich in ihrer Freizeit treffen und
äußerten sich dazu, welche Einrichtungen
ihrer Ansicht nach in einem Kinderstadtplan
verzeichnet sein müssen. Auf einem
abschließenden Rundgang durch das
Stadtviertel wurden die gesammelten Empfehlungen
und Tipps schließlich vor Ort
überprüft.
Unter Verwendung der Arbeitsergebnisse der Kinder,
der Materialien vom Amt für Soziales und
Jugend und vom Gartenamt wurde der Kinderstadtplan
Baden-Baden in einer ersten Auflage von 3500
Exemplaren produziert. (PR)
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